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Teil 5: Wissensbilanzierung - Unternehmensressourcen gezielt nutzen und verbessern |
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Das Wissen eines Unternehmens ist eine meist stiefmütterlich behandelte Ressource. Gerade aber das Wissen, über das ein Unternehmen verfügen kann, hat in der heutigen Zeit und in unserer Region existenzielle Bedeutung. Es ist an der Zeit diese Ressource mehr in den Fokus des unternehmerischen Denkens und Handelns zu rücken.
Beschreibung stammt vom Autor; existXchange.de haftet nicht für die Richtigkeit oder den Inhalt.
EinleitungViele Unternehmensberater des BDU im Südwesten haben sich gezielt auf die Unterstützung von Unternehmen bei der Bilanzierung und der Weiterentwicklung des Unternehmenswissens vorbereitet. Qualifizierte Unterstützung der Unternehmen helfen ihnen ihr Wissen auszubauen, zu bewahren und gezielt zum wirtschaftlichen Nutzen einzusetzen. WissensbilanzierungDie Bilanzierung des Unternehmenswissens ist eine Statusaufnahme, eine seit Jahren erprobte und erfolgreiche Vorgehensweise und der Schlüssel zum Wissensmanagement. Die Wissensbilanzierung ist der erste und wohl auch der wichtigste Schritt in dem Thema Wissensmanagement. Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wurde für die Wissensbilanzierung eine Software entwickelt die allen kostenlos zur Verfügung steht (www.bmwi.de). Hierin implementiert ist eine systematische Vorgehensweise zur Bilanzierung des Wissens in einem Unternehmen. Der Vorteil hierbei ist die einheitliche Vorgehensweise, so dass die Bilanzen von Unternehmen auch weitgehend vergleichbar werden. Trotz Hilfe vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ist Wissensbilanzierung eine Arbeit die im Unternehmen durchgeführt werden muss. Da sehr viel zu den Thema Wissen im Unternehmen zusammengetragenen werden muss ist Wissensbilanzierung immer eine Teamarbeit. Nur die gemeinsame Erarbeitung dieser Bilanz sichert auch eine objektive Aussage zum Unternehmenswissen. Wissensbilanzierung ist auch nicht vergleichbar mit einer kaufmännischen Bilanz. Zwar wird Wissen zusammengefasst und bewertet und es werden auch messbare Größen zugeordnet aber die uns so bekannte Auflistung von Aktiva und Passiva und die Schlussfolgerungen daraus sind hier völlig fehl am Platz. Anzeige Die Unterstützung der Wissensbilanzierung durch professionelle Moderatoren sei an dieser Stelle, besonders wegen der Objektivität und der Neutralität, angeraten. GeschäftsmodellDer erste Teil der Wissensbilanz beschäftigt sich mit dem Geschäftsmodell. Hier wird also die Frage geklärt wie ein Unternehmen seine Geschäfte betreibt und was ganz allgemein dazu gehört. AusgangssituationDie Ausgangssituation des Unternehmens wird, in die Rubriken Bilanzierungsbereich, Geschäftsumfeld und Vision eingeteilt. Diese Rubriken werden verbal beschrieben und dienen zur Abgrenzung der Wissensbilanz. Im Anschluss an die Definition der Ausgangssituation werden nun die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Wissensbilanz aufgelistet und beschrieben. Hierbei werden diese unterteilt in Geschäftsprozesse und Geschäftserfolge. Die Geschäftsprozesse sind alle die Prozesse, die den Unternehmenserfolg sichern. Grundgedanke ist hierbei, dass diese Prozesse stets spezielles Wissen enthalten. Bei den Geschäftsergebnissen gilt entsprechend, dass gute Geschäftsergebnisse immer nur letztendlich auf gutes Wissen zurückzuführen sind. Seit vielen Jahren verkaufen deutsche Unternehmen primär Wissen in Form von Produkten oder Dienstleistungen. Intellektuelles KapitalNun widmet man sich dem intellektuellen Kapital des Unternehmens zu. Auch hier wird wieder in Rubriken unterteilt und die dazugehörigen Einflussfaktoren werden aufgelistet und beschrieben. Unter intellektuellem Kapital werden verstanden das Humankapital, das Strukturkapital und das Beziehungskapital. HumankapitalHierzu zählt alles Wissen der Mitarbeiter. Dieses drückt sich beispielsweise aus in Ausbildungsstand, Anteil von Akademikern im Unternehmen, Patente oder sonstiges spezifisches Wissen etc. StrukturkapitalDieses fängt an mit der Erfüllung spezieller Normen wie beispielsweise ISO 9001 oder sonstiger Qualifikationen, die das Unternehmen erfüllt. Hierzu gehört aber auch beispielsweise die Verwendung spezieller Strukturen für die Speicherung, Weitergabe oder Verwaltung von Wissen (KI) oder aber auch die Kultur Mitarbeiter zu informieren. BeziehungskapitalUnter Beziehungskapital wird verstanden die Einbettung des Unternehmens in sein Umfeld in Form von Zugehörigkeit zu fachspezifischen Verbänden und Organisationen, die Kontakte von Mitarbeitern, Veröffentlichungen oder auch Vorträge, die im Namen des Unternehmens gehalten werden. Bewertung (QQS-Bewertung)Sind alle Einflussfaktoren aufgelistet, werden für jeden Einflussfaktor die Bewertungskriterien festgelegt. Grundsätzlich wird nun für jeden Einflussfaktor festgelegt die Quantität, also die Häufigkeit oder die Größe die für diesen Einflussfaktor gilt. Dann wird die Qualität festgelegt also die Güte die diesen Einflussfaktor auszeichnet. Das dritte Bewertungskriterium bewertet die Systematik mit der dieser Einflussfaktor betrieben wird. MessungWenn die Bewertung, also die Gewichtung der einzelnen Einflussfaktoren festgelegt ist geht es um die Messung der Einflussfaktoren. Hier sind objektive Messwerte für jeden Einflussfaktor gefragt. Zu jedem Einflussfaktor muss festgelegt werden anhand welche Kriterien er gemessen wird. Dies ist besonders wichtig wenn man die Wissensbilanz, wie das auch eigentlich sein sollte, jährlich regelmäßig erstellen möchte. WirkungIn einer Matrix wird nun die Wirkungsstärke der Einflussfaktoren zueinander gewichtet. Je nach Stärke und Richtung werden von +3 bis -3 für jeden Punkt der Matrix vergeben. In einer weiteren Matrix wir denen die Wirkungszeiträume dann noch zugeordnet. Dabei kann die Wirkung von „sofort“ bis „langfristig“ variieren. AuswertungDas Programm bietet nun eine Reihe von Möglichkeiten der Auswertung. Nachdem das Unternehmenswissen in eine mathematische Systematik gebracht wurde bietet sich eine statistische Auswertung der Einflussfaktoren, ihrer Größen und ihrer Zuordnungen an. Angeboten werden:
Hier werden Informationen über das Unternehmenswissen und die Möglichkeiten der Beeinflussung geboten. Die Unternehmen, die dieses Programm nutzen, können an dieser Stelle für ihre Strategie wertvolle Informationen gewinnen. MaßnahmenNach der Auswertung werden als Schlussfolgerung Maßnahmen zu den Ergebnissen und zur Verbesserung des Unternehmenswissens angeboten. WissensbilanzIm letzten Abschnitt des Programms gibt es die Möglichkeit aus den eingegebenen Daten und Fakten eine Wissensbilanz automatisch zu erstellen. Entsprechend können Ergänzungen und weitere Angaben mit hinzugefügt werden.
Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder. Alle Rechte verbleiben beim Autor. Eine Vervielfältigung, Verbreitung und Neuauflage auch Auszugsweise ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt. Zitate sind ausschließlich mit Herkunftsnachweis abzubilden. |
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