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Teil 3:Wissensbilanzierung - Wie erstellt man eine Wissensbilanz? |
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Die im Folgenden beschriebene Vorgehensweise zur Erstellung einer Wissensbilanz orientiert sich an der Wissensbilanz-Toolbox, einer Unterstützungssoftware für den Anwender. Die WB-Toolbox ist die Entwicklung eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) eingesetzten Arbeitskreises. Die Software ist kostenfrei und unter www.akwissensbilanz.org zu finden.
Beschreibung stammt vom Autor; existXchange.de haftet nicht für die Richtigkeit oder den Inhalt.
Entsprechend der Toolbox erfolgt die Wissensbilanzierung in acht Arbeitsschritten. Hierzu zählen
Beschreibung des GeschäftsmodellsDie Ausgangslage wird beschrieben anhand des Bilanzierungsbereiches, des Geschäftsumfeldes, der Vision und der Strategie. Der Bilanzierungsbereich gibt an, für welche Organisationseinheiten des Unternehmens die Wissensbilanz erstellt werden soll. Das Geschäftsumfeld wird durch Chancen und Risiken des Unternehmens beschrieben. Die Vision beinhaltet die langfristige Positionierung und die übergeordneten Ziele. Die Strategie beschreibt, wie das Geschäft sich entwickeln muss und welche mittelfristigen Teilziele erreicht werden sollen. Im Rahmen der Beschreibung der Geschäftsprozesse ist der Schwerpunkt auf alle wertschöpfenden Prozesse zu legen, für die aus Sicht der Kunden herausragende Leistungen erbracht werden müssen, um den Anforderungen des Wettbewerbs zu genügen. Anzeige Bei der Definition des Geschäftserfolges sind materielle Erfolgsfaktoren (Gewinn, Wachstum etc.) und immaterielle Erfolgsfaktoren (Image, Kundenbindung etc.) gleichermassen zu berücksichtigen. Bestimmung des intellektuellen KapitalsZur Definition des Human-, Struktur und Beziehungskapitals und zu deren Einflussfaktoren siehe Teil 1 der Artikelserie zur Wissensbilanzierung. Angefordert werden kann der Artikel unter http://www.rmc-gmbh.de/publikationen.html. Bewertung der EinflussfaktorenGeschäftsprozesse, Geschäftserfolge, Humankapital, Strukturkapital und Beziehungskapital werden in diesem Arbeitschritt bewertet. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von 0 bis 120 %. Dabei bedeuten, dass die Quantität, die Qualität und die systematische Weiterentwicklung des Einflussfaktors:
Beispiel aus einem Demobeispiel der WB-Toolbox siehe nächste Seite. Es handelt sich bei diesem Beispiel um die Bewertung des Geschäftsprozesses „Akquisition“. Erhebung von IndikatorenIndikatoren sind Kennzahlen, mit denen Veränderungen gemessen werden können. Jedem Einflussfaktor aus den Kategorien Geschäftsprozesse, Geschäftserfolge, Humankapital, Strukturkapital und Beziehungskapital sind eine oder mehrer Kennzahlen zuzuordnen. So kann man beispielsweise dem Einflussfaktor „Akquisition“ aus der Kategorie Geschäftsprozesse den Indikator „Neukunden“ zuordnen. Dabei sind zur eindeutigen Definition und Interpretation anzugeben die Masseinheit (Anzahl), der Ist-Wert (z.B. 9), die Interpretation (z.B. zwischen 8 und 15 = teils/teils, grösser 15 = gut) und die Datenquelle (z.B. Unternehmensdatenbank). Ist für den Indikator ein Berechnungsalgorithmus notwendig, sollte auch dieser dokumentiert werden. WB-Toolbox: Bewertung der Einflussfaktoren - hier Bewertung des Geschäftsprozesses Akquisition
Erfassung von WirkungszusammenhängenWirkungszusammenhänge zeigen die Wirkung eines Einflussfaktors auf einen anderen Einflussfaktor auf. Dabei wird bei der Wissensbilanzierung zwischen der Wirkungsstärke und der Wirkungsdauer unerschieden. Bei der Wirkungsstärke des einen Einflussfaktors auf den anderen wird zwischen einer schwachen, mittleren und starken Wirkung unterschieden, bei der Wirkungsdauer zwischen sofort, max. 12 Monate, max. 24 Monate und langfristig. Der Einflussfaktor „Akquisition“ aus der Kategorie Geschäftsprozesse hat beispielsweise eine starke Auswirkung auf den Einflussfaktor „Kundenzufriedenheit“ aus der Kategorie „Geschäftserfolg“ und wirkt sofort.
Auswertung der Ist-ErgebnisseDie WB-Toolbox liefert durch das Setzen von Filtern eine grosse Anzahl Auswertungen, die in Diagrammen, Potenzialportfolios und Wirkungsnetzen dargestellt werden. Eine der wertvollen Auswertungen ist das Potenzial-Portfolio, aus dem man erkennen kann, welche Einflussfaktoren analysiert, entwickelt oder stabilisiert werden müssen und bei welchen Einflussfaktoren kein Handlungsbedarf besteht.
Soll die Frage beantwortet werden, wie der Geschäftsprozess „Akquisition“ (GP-1) weiter entwickelt oder stabilisiert werden soll, ist es wichtig, die Einflussfaktoren zu kennen, die aus den Kategorien Geschäftsprozesse, Geschäftserfolge, Humankapital, Strukturkapital und Beziehungskapital einen starken und sofortigen Einfluss ausüben. Die Beantwortung dieser Frage liefert das dazugehörige Wirkungsnetz.
Festlegung von MassnahmenVerfolgen wir den Einflussfaktor „Akquisition“ weiter.
Zusammenstellung der DokumentationÜber selbst zu erstellende Textbausteine wird die gesamte Wissensbilanzierung anhand von Texten und Grafiken dokumentiert. Die Bestandteile der Dokumentation sind:
Weiterführende Informationen finden sich auf der Homepage des Arbeitskreises Wissensbilanzierung unter http://www.akwissensbilanz.org. Die oben beschriebenen Beispiele wurde dem Demoprojekt aus der Anwendersoftware Wissensbilanz-Toolbox entnommen. AusblickIm Jahr 2008 wird DER UNTERNEHMER insgesamt sechs Artikel zur Wissensbilanzierung veröffentlichen. Bisher erschienen
Wissensbilanzierung - Was ist das? Wissensbilanzierung - Ergebnis einer Studie in Baden-Württemberg Wissensbilanzierung - Wie erstellt man eine Wissensbilanz?
Ab Ausgabe 4/2008 werden wir über Praxisbeispiele und Erfahrungen berichten.
Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder. Alle Rechte verbleiben beim Autor. Eine Vervielfältigung, Verbreitung und Neuauflage auch Auszugsweise ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt. Zitate sind ausschließlich mit Herkunftsnachweis abzubilden. |
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Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder. Alle Rechte verbleiben beim Autor. Eine Vervielfältigung, Verbreitung und Neuauflage auch auszugsweise ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt. Zitate sind ausschließlich mit Herkunftsnachweis abzubilden. Der Autor alleine ist für den Inhalt des Artikels (und ggf. die Beschreibung des Autors) verantwortlich. Ebenso haftet existXchange.de nicht für Inhalte von Seiten auf die in diesem Artikel verlinkt wurde.
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