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Unternehmenswert: Ertragswertverfahren, Substanzwertverfahren und Verleichswertverfahren

Beim Unternehmenskauf kommt man schnell zu der fast alles entscheidenden Frage: dem Kaufpreis des Unternehmens. Der Kaufpreis ist stark abhängig vom Unternehmenswert, der nach unterschiedlichen Verfahren bestimmt werden kann. Lesen Sie hier über das Ertragswertverfahren, das Substanzwertverfahren und Vergleichswertverfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes.

Vom Unternehmenswert zum Kaufpreis

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Der Preis eines Unternehmems ist abhängig vom Verhandlungsgeschick des Käufers und Verkäufers. Nur ganz selten gibt es verlässliche Zahlen oder Berechnungsmethoden, die den Preis eines Unternehmens eindeutig bestimmen. Selbst der Unternehmenswert ist unterschiedlich – je nachdem welches Verfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes angewendet wird.

Damit Sie bei Ihren Preisverhandlungen eine Argumentationshilfe haben und die Argumente des Verkäufers besser verstehen können haben wir hier einige bekannte Verfahren zur Bestimmung des Unternehmenswerts beschrieben.

Unternehmenswert nach dem Vergleichswertverfahren

Beim Vergleichswertverfahren zur Bestimmung des Unternehmenswerts werden vergleichbare Unternehmensverkäufe (z.B. in der gleichen Branche) herangezogen, um den Unternehmenswert zu bestimmen. Ähnlich wie auf dem Gebrauchtwagenmarkt lautet hier die Frage „was kosten vergleichbare Unternehmen?“.

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Allerdings werden deutlich mehr Autos gehandelt als Unternehmen – deshalb fehlen für eine Bestimmung des Unternehmenswerts nach dem Vergleichswertverfahren häufig die Vergleichsdaten aus anderen Unternehmensverkäufen.

Unternehmenswert nach der Ertragswertmethode

Bei der Ertragswertmethode wird der Unternehmenswert nach den zu erwartenden Erträgen in der Zukunft errechnet. Meist wird dafür der Gewinn der nächsten fünf (manchmal auch zehn Jahre) verwendet. Zusätzlich wird bei der Ertragswertmethode zur Bestimmung des Unternehmenswertes auch die Verzinsung von Kapital berücksichtigt: Erträge, die erst in der Zukunft liegen werden deshalb „abgezinst“.

Bei der Ertragswertmethode zur Bestimmung des Unternehmenswert gibt es unzählige unterschiedliche Verfahren, die allerdings alle eine Antwort auf diese eine Frage geben wollen: Welche Erträge kann ich von diesem Unternehmen in der Zukunft erwarten?

Da die Ertragswertmethode letztendlich darauf basiert was in der Zukunft passieren wird, muss das Ergebnis der Ertragswertmethode eher wie eine Prognose verstanden werden. Denn wer kann schon mit Sicherheit sagen welche Gewinne ein Unternehmen in drei, vier oder fünf Jahren erwirtschaften wird?

Unternehmenswert nach der Substanzwertmethode

Bei der Substanzwertmethode zur Bestimmung des Unternehmenswertes steht die Frage im Vordergrund welche Vermögenswerte das Unternehmen hat (z.B. Immobilien, Lagerbestand, Maschinen, Lizenzen, etc.). Oder anderes formuliert „was würde es kosten, ein Unternehmen mit der gleichen Ausstattung zu errichten?“.

Bei der Substanzwertmethode zur Bestimmung des Unternehmenswertes werden Güter mit dem Marktwert und nicht mit dem Bilanzwert festgehalten und alle Werte, die nicht bilanzierungsfähig sind (z.B. ein sehr loyaler Kundenstamm) bleiben erst einmal außen vor.

Dieser Artikel gibt rein die Meinung seines Autors wieder. existXchange.de hat den Inhalt dieses Artikels nicht überprüft und haftet somit nicht für dessen Inhalt.