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Welche Rechtsform gebe ich meinem Unternehmen?

Existenzgründer stehen schon bald vor der Frage, welche Rechtsform sie ihrem Unternehmen geben sollen. Wage ich einen Alleingang auf geschäftlichem Parkett oder begleiten mich verlässliche Partner auf dem Weg ins unternehmerische Denken und Handeln? Die häufigsten Fragen bei der Rechtsformwahl beantworten wir Ihnen in diesem Artikel, der die  typischen Merkmale einzelner Rechtsformen darstellt.

Für welche Rechtsform Sie sich entscheiden, hängt von ganz verschiedenen Faktoren und nicht zuletzt von  Ihren persönlichen Vorlieben ab.

Artikelautorin Existengründung Ann-Christin Weber

Über die Autorin

Ann-Christin Weber schreibt und lektoriert im Schnittfeld von Journalismus und Jura. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld zog es die gebürtige Ostwestfälin zum Rechtsreferendariat ans Landgericht Essen. Während des Referendariats absolvierte sie ein Ergänzungsstudium Verwaltungswissenschaft für Rechtsreferendare an der Deutschen Hochschule für Verwaltung in Speyer und vollendete daneben ein Fernstudium Journalismus. Ferner studierte sie Business English an der Europäischen Fernhochschule Hamburg.

Email: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , Nickname: Ann Christin Weber

Beschreibung stammt vom Autor; existXchange.de haftet nicht für die Richtigkeit oder den Inhalt.

Der Einzelunternehmer- Ein Wagnis?

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„Ich bin mir selbst der beste Freund und wirtschafte am liebsten auf eigenes Risiko“. Diese Maxime charakterisiert den Einzelunternehmer. Wer ein Einzelunternehmen eröffnet, hat die Qual der Wahl.

Der selbst gewählte Alleingang bietet Vorteile hinsichtlich der verhältnismäßig kostengünstigen und schnellen Gründung, da kein Mindestkapitel erforderlich ist. Sobald sich der Unternehmer geschäftlich betätigt, existiert er rechtlich gesehen als Einzelunternehmer. Ein besonderer formeller Gründungsakt ist nicht erforderlich.

Das größte Risiko des Einzelunternehmers liegt wohl darin, dass eine Haftungsbeschränkung nicht möglich ist. Der Unternehmer haftet mit seinem gesamten Privatvermögen.

Der Unternehmer als Kaufmann

Wenn der Unternehmer Kaufmann nach dem HGB ist, stellt ihn das Gesetz vor neue Herausforderungen. Die Kaufmannseigenschaft nach dem HGB und die damit verbundenen Rechte und Pflichten erörtere ich in dem Experten-Artikel Welchen Namen darf ich meinem Unternehmen geben?.

Einzelunternehmer, die ein Gewerbe betreiben und deren Unternehmen so groß ist, dass es nach dem HGB einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, sind kraft Gesetzes automatisch Kaufleute. Sie müssen sich ins Handelsregister eintragen lassen. Derzeit kostet dies einen Betrag von 84 Euro. Für die Anmeldung ist die Beurkundung durch einen Notar erforderlich.

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Die Kaufmannseigenschaft nach dem HGB ist für den Unternehmer mit vielen weiteren Rechten und Pflichten verbunden. Den Kaufmann treffen verschärfte Buchführungspflichten. Er ist unter anderem zu einem Jahresabschluss inklusive Handelsbilanz verpflichtet.

Nicht-Kaufleute als Unternehmer

Bei Nicht-Kaufleuten, wie Kleingewerbetreibende oder einer GBR, entfällt hingegen die Registereintragung. Die Gründung erfolgt hier bereits durch die Aufnahme der Geschäfte. Hinsichtlich der Buchführungs- und Publizitätspflichten gestaltet sich auch der Aufwand geringer. Ein selbstständiger Nicht-Kaufmann muss lediglich eine Gewinn- und Verlustrechnung für seine Steuererklärung abgeben.

Soweit ein Betrieb gegründet wird, der erlaubnispflichtig ist, muss diese Erlaubnis natürlich bei der zuständigen Behörde beantragt werden. Im Fall eines Gewerbebetriebs muss eine Anmeldung als Gewerbe erfolgen.

Die GBR

Die Gesellschaft Bürgerlichen Rechts, auch BGB-Gesellschaft genannt, ist eine beliebte Alternative gerade für so genannte Kleinunternehmer. Offen ist dieses Rechtsmodell für grundsätzlich jede Geschäftspartnerschaft von Nicht-Kaufleuten. Die GBR wird daher auch die Mutter aller Gesellschaften genannt. Insbesondere Angehörige freier Berufe oder Sozietäten wählen bevorzugt dieses Modell. Für die Gründung ist lediglich Voraussetzung, dass sich mindestens 2 Personen zu einem vertraglich vereinbarten Zweck zusammenschließen.

Die Gründung einer GBR

Vor Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit haben alle Gesellschafter mit Hilfe eines Formulars den Betrieb beim Gewerbeamt anzumelden.

Die schriftliche Form des Gesellschaftsvertrages ist zwar nicht vorgeschrieben, es ist aber aus Rechtssicherheitsgründen dennoch ratsam, den Gesellschaftervertrag in Schriftform festzuhalten. Eine GBR lässt sich schnell und ohne aufwendige Formalitäten gründen. Es besteht keine Registerpflicht. Auch ist die Gründung einer GbR kostengünstig; ein Mindestkapital ist nicht erforderlich.

Nachteile der GBR

Doch auch die GBR hat Nachteile: Ein Nachteil liegt darin, dass das Gesetz zwischen

  • der geschäftsinternen Geschäftsführung (Innenverhältnis) und
  • der nach außen wirkenden Vertretungsmacht ( Außenverhältnis ) der Gesellschafter unterscheidet.

Soweit nicht etwas anderes vertraglich vereinbart wurde, sieht das Gesetz für alle Handlungen grundsätzlich Gesamtgeschäftsführung und Gesamtvertretung durch alle Gesellschafter vor. Zum Abschluss eines Rechtsgeschäfts müssen daher alle Gesellschafter gemeinsam handeln bzw. der einzelne Gesellschafter durch die anderen Gesellschafter zuvor bevollmächtigt worden sein.

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Für Verbindlichkeiten aus Verträgen, die im Namen der Gesellschaft abgeschlossen werden, haften das Gesellschaftsvermögen sowie daneben jeder Gesellschafter der GBR persönlich mit seinem gesamten Privatvermögen. Die Gesellschafter haften gesamtschuldnerisch; d. h. jeder Gesellschafter haftet für die Verbindlichkeiten seiner Mitgesellschafter. Wird ein Gesellschafter allein in Anspruch genommen, kann er von den anderen Gesellschaftern anteilig Ausgleich verlangen. Das Vermögen der Gesellschaft besteht aus den Beiträgen der Gesellschafter sowie aus dem Gewinn der Geschäftstätigkeit.

Weiterhin gestaltet sich die GBR in organisatorischer Hinsicht nicht immer problemlos. Grundsätzlich müssen Beschlüsse also einstimmig gefasst werden; d.h. die Einwilligung der Mitgesellschafter ist vor wichtigen Entscheidungen einzuholen. Eine weitere Einschränkung besteht in dem Höchstbetrag des Jahresumsatzes. Dieser darf nicht mehr als 250.000 Euro betragen.

Die Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Im Unterschied zur GBR erfordert die OHG für die Gründung die Kaufmannseigenschaft. Die OHG passt daher zu Personen, die sich zusammen mit anderen kaufmännisch betätigen wollen.

Die Vorschriften des HGB kommen hier zur Anwendung. Wer auf die Kreditwürdigkeit des Unternehmens Wert legt und dies nach außen dokumentieren will, gründet daher in der Regel eine OHG. Für die Gründung einer OHG ist ebenfalls kein Mindestkapital erforderlich. Da auch bei der OHG alle Beteiligten gesamtschuldnerisch in einem Boot sitzen; bildet eine solide Vertrauensbasis zwischen den Gesellschaftern das Fundament für eine OHG.

Es besteht eine volle Haftung aller Gesellschafter für alle Schulden ohne die Möglichkeit der Begrenzung. Bis zu 5 Jahre nach dem Ausscheiden eines Gesellschafters aus der OHG haftet dieser beispielsweise noch für Schulden der OHG. Wegen der notwendigen Abstimmungen zwischen den Gesellschaftern ist die Handhabbarkeit komplexer als beim Einzelunternehmen. Es besteht eine Buchführungspflicht einschließlich Bilanzierung nach dem HGB. Die Gründungskosten sind in der Regel niedrig, allerdings empfiehlt es sich, die Einzelheiten der rechtlichen und steuerlichen Modalitäten für den Gesellschaftsvertrag durch einen Anwalt regeln zu lassen.

Das Modell ist weniger flexibel hinsichtlich Verkauf und Nachfolge. Erlaubt ist lediglich, was Gesellschaftsvertrag oder Mitgesellschafter bestimmen. Ein wichtiger Aspekt ist hier die Haftung des Verkäufers für Altschulden, sowie die Haftung der Erben für alle Verbindlichkeiten. Der Erbe einer Gesellschafterstellung kann verlangen, Kommanditist zu werden. Die stufenweise Übertragung auf Nachfolger  sollte durch den Gesellschaftsvertrag geregelt sein. Gewerbesteuer zahlt die OHG direkt. Der Freibetrag und die Schonsätze gelten bis 72.500 Euro. Die Einkommenssteuer für die Gewinne zahlen die Gesellschafter selbst.

Die Kommanditgesellschaft (KG)

Wem die Haftungsrisiken bei der OHG zu hoch sind, der kann auf das Modell der KG zurückgreifen. Denn durch die Aufnahme von Kommanditisten wird aus einer OHG eine KG. Eine finanzielle Beteiligung am Unternehmen als Kommanditist ist möglich, ohne dass dieser mit seinem Privatvermögen haftet.

Ein Kommanditist haftet nur mit und bis zur Höhe seiner Einlage, die im Handelsregister eingetragen werden muss. Nach deren Einzahlung können die Gläubiger daher generell auch nicht mehr auf den Kommanditisten zurückgreifen.

Für die persönlich haftenden Gesellschafter - die so genannten Komplementäre - hingegen gilt dasselbe wie bei der OHG. Für die Vertretung und Geschäftsführung der KG sind sie zuständig.

Für die Gründung sind mindestens zwei Gesellschafter nötig, wovon mindestens einer von Ihnen Komplementär ist. Die KG ist flexibler hinsichtlich der Rollenverteilung der Gesellschafter. Die KG ist attraktiv, etwa wenn einige Teilhaber von persönlicher Haftung und/oder Geschäftsführung  ausgeschlossen sein sollen. Ein Rollenwechsel ist möglich, allerdings nicht mit sofortiger Haftungsbefreiung.

Bei Rückzug eines Gesellschafters auf die Kommanditistenrolle haftet der Gesellschafter fünf Jahre für Altschulden des Unternehmens. Hinsichtlich Verkauf und Erbfolge gilt: Für die persönliche haftenden Gesellschafter gilt dasselbe wie bei der OHG. Allerdings bestimmt für den Kommanditisten das HGB, dass dessen Erben den Platz des Verstorbenen einnehmen, falls der Gesellschaftsvertrag dies nicht explizit regelt.

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist eine juristische Person. Sie gehört den Gesellschaftern. Diese legen in der Satzung die Regeln des Unternehmens fest. Die Gesellschafter bestimmen und kontrollieren den Geschäftsführer und kassieren die Gewinne. Die GmbH kann Eigentümerin sein und rechtsverbindlich handeln; also etwa Verträge schließen; sie ist selbst Schuldnerin oder Gläubigerin ihrer Geschäftspartner. Für Verbindlichkeiten der GmbH haftet nur das Vermögen der Gesellschaft als solcher, nicht aber die Gesellschafter mit ihrem persönlichen Vermögen.

Um am Geschäftsleben teilzuhaben, braucht die GmbH Gesellschafter, Geschäftsführer und Kapital. Der Geschäftsführer führt die laufenden Geschäfte der GmbH, er vertritt sie nach außen und auch gegenüber den eigenen Gesellschaftern. Durch den Gesellschaftsvertrag ist eine Regelung möglich, ob und inwieweit die Gesellschafter dem Geschäftsführer Weisungen erteilen können. Das Mindestkapital der GmbH, also die „Stammeinlage“, beträgt derzeit 25.000 Euro. Demnächst sollen die gesetzlichen Regelungen zur GmbH reformiert werden. Unter anderem soll hier auch das Mindestkapital deutlich herabgesetzt werden.

Die Stammeinlage soll den Gläubigern einer GmbH die nötige Sicherheit geben. Diese Mittel dürfen grundsätzlich nur für die Geschäfte der Gesellschaft verwendet werden, nicht aber an die Gesellschafter ausgezahlt werden; etwas anderes gilt nur im Fall ihrer Auflösung.

Die Gründung einer GmbH

Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft. Eine GmbH kann auch als Ein-Mann-GmbH gegründet werden. Immer öfter machen auch Freiberufler von ihr Gebrauch. Für die GmbH muss ein Gesellschaftsvertrag entworfen werden. Neben der Beurkundung der Satzung durch den Notar, der Ernennung des Geschäftsführers und der Einzahlung der Stammeinlage muss die Eintragung ins Handelsregister angemeldet werden. Die Gründung einer GmbH ist verhältnismäßig aufwendig; die Kosten sind in der Regel deutlich höher als bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften. Die Gründung einer GmbH dauert im Schnitt etwa 45 Tage. Erst mit der Eintragung ins Handelsregister ist die GmbH rechtlich existent und die Haftungsbeschränkung eingetreten. Lesen Sie hierzu auch den Artikel Leitfaden: Die Gründung einer GmbH.

Rechtliche und steuerliche Stellung der GmbH

Hinsichtlich Buchführung und Rechnungslegung gelten für die GmbH strengere Anforderungen als für den Einzelkaufmann, der OHG oder der KG, wobei der Aufwand für die Buchführung von der Größe der GmbH abhängt. Die GmbH zahlt immer Gewerbesteuer. Dies gilt auch für Freiberufler. Anders als Personengesellschaften erhält die GmbH weder Freibetrag noch erfährt sie eine langsame Steigerung des Steuersatzes; sie kann hingegen die Bezüge der geschäftsführenden Gesellschafter voll als Betriebausgaben absetzen.

Die Haftung bei der GmbH

Hinsichtlich des Haftungsrisikos sind die Rollen wie folgt vorgegeben:

  • Hinsichtlich der Vertragserfüllung haftet nur die GmbH mit ihrem Vermögen; soweit nicht ein Gesellschafter oder der Geschäftsführer ausdrücklich die Mithaftung übernommen hat, wie etwa in Form einer Bürgschaft.
  • Auch im Hinblick auf die Euro-Produkthaftung haftet nur die GmbH als juristische Person.
  • Hinsichtlich der Deutschen Produkthaftung haftet der Geschäftsführer bei Verschulden; der Gesellschafter hingegen grundsätzlich nicht.
  • Daneben haftet der Geschäftsführer bei einzelnen Schadensersatzforderungen, vor allem bei Gefährdung der Sicherheit von Dritten etwa durch schädliche Umwelteinwirkungen oder Produkte des Unternehmens, soweit er nach den einschlägigen Gesetzen persönlich verantwortlich ist.
  • In strafrechtlicher Hinsicht trifft vor allem den Geschäftsführer ein Haftungsrisiko, da er für die Aktivitäten der GmbH strafrechtlich verantwortlich ist.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel Haftung eines GmbH-Geschäftsführers.

Die GmbH und Co. KG

Eine Sonderform stellt die Konstruktion der GmbH und Co. KG dar. Die GmbH und Co. KG ist eine KG, bei der die GmbH die Rolle des persönlich haftenden Gesellschafters übernimmt. Hier bedient man sich eines Tricks: Obwohl es sich bei der GmbH und Co. KG um eine Personengesellschaft handelt, muss niemand als natürliche Person mit seinem persönlichen Vermögen haften.

Jedoch werden auf die GmbH und Co. KG insgesamt hinsichtlich Insolvenzanmeldung und kapital ersetzender Gesellschaftsleistungen die Regeln der GmbH angewandt. Im konkreten Fall heißt das: Es muss daher bereits bei Überschuldung Insolvenz angemeldet werden. Hinsichtlich der Buchführungs- und Publizitätspflichten gelten seit dem Jahr 2000 weitgehend dieselben Regeln wie bei den Kapitalgesellschaften. Vom Finanzamt wird die GmbH und Co. KG steuerrechtlich im Wesentlichen wie eine gewöhnliche KG behandelt.

Die kleine AG

Für den Existenzgründer kommt die Gründung einer richtigen AG in der Regel nicht in Betracht. Die Gründung einer so genannten kleinen AG manchmal hingegen schon. „Klein“ ist in diesem Zusammenhang jede AG, die nicht börsennotiert ist. Die praktische und rechtliche Handhabung einer kleinen AG ist jedoch für Existenzgründer aufwändiger als bei einer GmbH. Eine AG kann auch eine einzelne Person gründen.

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Die Haftung beschränkt sich auf das Gesellschaftsvermögen. Es besteht ein Schutz vor vertraglicher Haftung und wirtschaftlichen Risiken, jedoch bleibt auch hier die persönliche Verantwortung vor allem des Vorstands im Einzelfall bei Verletzung von Gesetzen und Verkehrssicherungspflichten unberührt. Die Übertragung der AG geschieht durch den Verkauf der Aktien. Die Aktien können in der Familie gehalten werden, indem die Übertragung von der Zustimmung der AG abhängig gemacht wird. Steuerlich und hinsichtlich der Buchführungs- und Publizitätspflichten wird die AG wie eine GmbH behandelt.

Die Gründung einer kleinen AG

Zur Gründung ist die notarielle Beurkundung der Satzung erforderlich, welche unter anderem als Mindestangaben enthalten muss:

  • die Fakten über Gründer,
  • Aktienart mit Nennbetrag beziehungsweise Stückelung,
  • den eingezahlten Betrag des Grundkapitals von mindestens 50.000 Euro,
  • die Firma,
  • den Sitz und das Betätigungsfeld der AG.

Ebenso müssen besondere Vorteile einzelner Aktionäre oder Dritter in der Satzung geregelt sein. Sobald die Satzung feststeht, übernehmen die Gründer die Aktien. Dann werden Aufsichtsrat und Vorstand eingerichtet. Deren Bestellung gilt spätestens bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung für das erste Geschäftsjahr beschließt.

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Daneben müssen die Gründer über den Gründungsvorgang einen schriftlichen Bericht abfassen. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Gründung zu prüfen. Sitzen die Gründer selbst in diesen Gremien, sind sie dazu verpflichtet, externe Gründungsprüfer einzuschalten, genauso wie bei Sacheinlagen. Sobald die Einlagen zu mindestens einem Viertel des Nennbetrages eingezahlt sind, kann die AG beim Handelsregister angemeldet werden; hierbei bedarf es ebenfalls einer notariellen Beglaubigung.

Die AG kann auch von einer Einzelperson als Alleinaktionär und Vorstand gegründet werden, hierbei ist allerdings eine Kontrolle durch drei Aufsichtsräte vonnöten.

 

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder. Alle Rechte verbleiben beim Autor. Eine Vervielfältigung, Verbreitung und Neuauflage auch Auszugsweise ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt. Zitate sind ausschließlich mit Herkunftsnachweis abzubilden.

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