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Rechtsform

Die Rechtsformwahl - Welche Rechtsform passt zu Ihrer Existenzgründung?

Jeder Existenzgründer steht vor der Frage, mit welcher Rechtsform er sich selbständig machen will. Dabei unterscheiden sich die Rechtsformen ganz wesentlich im Bereich Haftung und Gründungsaufwand. Die Wahl der Rechtsform sollten Sie auf alle Fälle mit einer kompetenten Person, wie Ihrem Steuerberater oder einem Rechtsanwalt besprechen. Im Vorfeld können Sie als Existenzgründer folgende Fragen beantworten:

1) Rechtsform und Haftung:

Ist eine persönliche Haftung möglich, oder ist es sinnvoll, die Haftung durch die gewählte Rechtsform zu beschränken?

Bei Personengesellschaften haften Sie mit Ihrem gesamten Privatvermögen, während bei Kapitalgesellschaften (wie z.B. GmbH oder Aktiengesellschaft) die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist. Für die Haftungsbeschränkung ist bei der Gründung von Kapitalgesellschaften deshalb deutlich mehr Eigenkapital notwendig und die gesetzlichen Vertreter müssen umfangreiche gesetzliche Vorschriften beachten. Siehe Artikel "Haftung eines GmbH Geschäftsführer".

2) Rechtsform und Verwaltungsaufwand

Zusätzlich zum höheren Kapitalbedarf bei der Gründung haben Kapitalgesellschaften im Vergleich zu Personengesellschaften einen deutlich größeren Verwaltungsaufwand. Während bei einer Personengesellschaft unter Umständen eine einfach Einnahmen-Überschussrechnung reicht, müssen Kapitalgesellschaften bei der Erstellung des Jahresabschlusses umfangreiche gesetzliche Vorschriften beachten. Teile des Jahresabschlusses einer Kapitalgesellschaft müssen im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften sind verpflichtet, mindestens einmal im Jahr eine formale Versammlung der Eigentümer einzuberufen und die Ergebnisse zu protokollieren.

Schließlich erfordert die Errichtung einer GmbH den Gang zum Notar - siehe Leitfaden zur Errichtung einer GmbH

3) Rechtsform und Gründungsaufwand

Die meisten Personengesellschaften können einfach, mit geringen Formvorschriften und ohne Stammeinlage gegründet werden.

Im Gegensatz dazu erfordert die Gründung einer GmbH die Einzahlung einer Stammeinlage, eine notarielle Beurkundung und die Eintragung in das Handelsregister. Siehe hierzu auch die Vorteile und Nachteile einer GmbH sowie im Artikel "Die GmbH-Reform - ein Überblick über das MoMiG"

3) Rechtsform und Eigentumsstruktur

Wollen Sie die Anteile am Unternehmen auf mehrere Teilhaber verteilen? Personengesellschaften wie die GbR oder die KG ermöglichen zwar das gemeinschaftliche Eigentum an einem Unternehmen, bei vielen Teilhabern erweisen sich aber die detaillierten Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Aktienrechts als hilfreich. Ebenso ist die Übertragung der Anteile genau geregelt, sodass klare Mehrheits- und Besitzstandsverhältnisse vorliegen.

4) Rechtsform und Geschäftsführung

Bei Kapitalgesellschaften ist es möglich, auch Nichteigentümer zu Geschäftsführern zu bestellen, während bei Personengesellschaften Geschäftsführer immer auch Eigentümer sein müssen.

Dieser Artikel gibt rein die Meinung seines Autors wieder. existXchange.de hat den Inhalt dieses Artikels nicht überprüft und haftet somit nicht für dessen Inhalt.