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Der Marketing-Mix: Produkt, Price, Place, Promotion

Ein richtiger Marketing-Mix stimmt die vier Säulen Produktpolitik, Preispolitik,  Vertriebspolitik und  Kommunikationspolitik optimal aufeinander ab.  Was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie in diesem Artikel.

 

Über die Autorin

Gerti Windhuber studierte nach einer Fremdsprachenausbildung Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach diversen Praktika bei Verlagen und beim Radio ist sie seit 2001 als Online-Redakteurin tätig. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf den Themengebieten Marketing, Technik und neue Medien. Darüber hinaus absolviert sie gerade das Executive MBA Programm Communicate an der TU München. Im Fokus der Masterarbeit wird internes Wissensmanagement mit RSS-Feeds stehen.

Da im Rahmen des MBA-Programms eine Prüfungsleistung durch die Erstellung eines Business Plans erbracht werden musste, kann Gerti hier vielfältige reale Erfahrungen bei existXchange einfließen lassen.

Email: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , Nickname: Gerti Windhuber

Beschreibung stammt vom Haufe Verlag; existXchange.de haftet nicht für die Richtigkeit oder den Inhalt.

Die Produktpolitik

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Zunehmend gewinnen so genannte Produkt- und Leistungspakete in der Produktpolitik an Bedeutung. Der Kunde will nicht mehr allein Einzelleistungen, sondern ein gesamtes Leistungspaket aus einer Hand. Bundles nennt man das im Software-Bereich. Die Kunden wollen nicht mehr nur eine Küche kaufen, sie wollen auch den Aufbau und die Installation der Geräte mit bestellen.

Die Produktpolitik muss sich auf diese Kundenwünsche rechtzeitig einstellen. Zunehmend werden die Kunden auch in die Produktpolitik einbezogen. So fließen die Erkenntnisse aus dem Customer Relations Management, über die Kontaktfunktion auf der Website, in die Entwicklung der neuen Produkte mit ein. Andere Unternehmen sind äußerst erfolgreich, wenn es darum geht, die Kunden in die Produktentwicklung zu integrieren und sie damit bereits früh an das Unternehmen zu binden. Ein Musterbeispiel für diese Technik ist unter www.threadless.com zu bewundern.

Die Preispolitik

Den Preis als Alleinstellungsmerkmal einzusetzen ist keine gute Idee. Zu leicht kann dieser von der Konkurrenz unterboten werden und die Kunden sind dann nur allzu bereit, den Anbieter zu wechseln. Dennoch sollten Sie die Preisgestaltung als Marketinginstrument nicht vernachlässigen. Schaffen Sie beispielsweise Zusatznutzen, um einen höheren Preis zu rechtfertigen und versuchen Sie, bei der Preisfindung die Bereitschaft der Kunden zu berücksichtigen, für ein bestimmtes Produkt eine bestimmte Summe zu bezahlen.

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Darüber hinaus bietet der Preis auch einige Stellschrauben für nachhaltige Kundenbeziehungen. So können Mengen- oder Treuerabatte dafür sorgen, dass die Kundenbeziehung dauerhaft wird.

Von Ihrem Produkt selbst hängt ab, welche Strategie Sie mit der Preisgestaltung verfolgen. Haben Sie eine Produktneuheit, die mit hohen Forschungs- und Entwicklungskosten verbunden war, lohnt sich meist eine Abschöpfungsstrategie. Das bedeutet, dass Sie zur Produkteinführung einen relativ hohen Preis haben und auch hohe Gewinne erzielen, um dann wenn die Konkurrenz mit einem vergleichbaren Produkt auf den Markt kommt, über Nachlässe und die Kundenzufriedenheit die Verbraucher bei Laune zu halten. Solche Preispolitik findet man unter anderem bei allen Elektronikprodukten. Langfristig stabile Preise sind dagegen anzustreben, wenn die Rohstoff- und Produktionskosten des Produkts gleich bleibend hoch sind, wie bei Schmuckstücken. Luxusartikel werden nicht über den günstigen Preis, sondern über andere Alleinstellungsmerkmale wie Exklusivität oder hochwertige Qualität verkauft.

Die Kommunikationspolitik

Die Kommunikation schließlich sorgt dafür, dass die Zielgruppe auch von Ihrem Produkt erfährt. Hierzu können Sie die klassischen Instrumente der Werbung wie oben beschrieben nutzen, aber auch Public Relations. Darüber hinaus trägt die Finanzkommunikation zum positiven Image des Unternehmens bei.

Die Vertriebspolitik

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Mit der Vertriebspolitik schließlich sind alle Maßnahmen gemeint, die dafür sorgen, dass die Produkte zur richtigen Zeit in der vereinbarten Qualität und Menge am richtigen Ort verfügbar sind. Oder könnten Sie sich Osterhasen zu Weihnachten als Verkaufsschlager vorstellen. Ärgerlich ist auch, wenn ein Produkt reißenden Absatz findet und nicht ausreichend viele Exemplare auf Lager sind bzw. kurzfristig produziert werden können.

Das Marketing sorgt auch dafür, dass die notwendigen Produktinformationen beim Kunden ankommen. Dazu gehören auch Informationen zu vorhandenen Zusatzprodukten und möglichen Produkterweiterungen. Wenn vorhanden, können auch die Erkenntnisse aus der Werbepsychologie integriert werden.

Im weitesten Sinne gehört auch die Entscheidung über die Vertriebswege zur Vertriebspolitik. Beratungsintensive Produkte werden Sie eher über ein Ladenlokal verkaufen als Standardware, bei denen sich der Vertrieb im Internet anbietet, weil die Vertriebskosten so auf ein Minimum reduziert werden können. Das Internet eignet sich im Übrigen auch für Nischenprodukte: Diese charakterisieren sich durch eine räumlich weit verteilte, zahlungsbereite Zielgruppe, die am Besten über einen Webshop anzusprechen sind. Die Adressen werden über entsprechende Communities verteilt.

 

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder. Alle Rechte verbleiben beim Autor. Eine Vervielfältigung, Verbreitung und Neuauflage auch Auszugsweise ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt. Zitate sind ausschließlich mit Herkunftsnachweis abzubilden.

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