Facility Management - Potenzial im Gebäude |
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Vor wenigen Jahren war „Facility Management“ noch ein Fremdwort. Mittlerweile findet das Kosteneinsparkonzept aus Übersee auch hier immer mehr Beachtung.
Beschreibung stammt vom Autor; existXchange.de haftet nicht für die Richtigkeit oder den Inhalt. Ein Facility Manager ist nicht das gleiche wie ein Hausmeister. Der weit verbreitete Irrtum zeigt jedoch, wie wenig das aus den USA stammende Konzept der kostengünstigen Immobilienbewirtschaftung hierzulande bekannt ist. Das ändert sich derzeit, der Markt für Facility Management (FM) ist im Kommen. Im vergangenen Jahr hat die Branche in Deutschland über 50 Milliarden Euro umgesetzt, vier Jahre zuvor war das Marktvolumen laut Deutschem Verband für Facility Management noch halb so groß. Bis zum Jahr 2009 prognostiziert das Marktforschungsinstitut Lünendonk ein jährliches Umsatzwachstum von über acht Prozent. „Im FM-Markt Deutschland kommt es zum Verteilungswettbewerb durch Vertragsgewinn, aber auch durch Übernahme von Wettbewerbern“, beurteilt Thomas Lünendonk, Gründer und Gesellschafter der Lünendonk GmbH, die Marktsituation. Anzeige Auch wenn es keine einheitliche Definition für den Begriff FM gibt, handelt es sich doch um einen unternehmerisch geprägten Wertschöpfungsprozess. Erreicht werden soll eine optimierte Nutzungsqualität von Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen durch integrale Planung, Bewirtschaftung und Controlling. Das Ziel liegt darin, sowohl die Arbeitsproduktivität als auch die Kapitalrentabilität zu steigern. Aber: „FM ist keine Neuerfindung und kein Allheilmittel bei Kosten- oder Serviceproblemen rund um das Kerngeschäft“, betont Günther Grabatin vom TransMIT Zentrum, Institut für Strategisches Facility Management (ISFAM). „Es ist vielmehr ein Ansatz, die bereits vorhandenen Instrumente der Betriebswirtschaftslehre professionell auf diesen Bereich anzuwenden.“ Ob Commerzbank oder Lufthansa, Jenoptik oder die Carl Zeiss AG, die Liste derjenigen Firmen, die sich das Kostensenkungskonzept zu Nutze machen, wird immer länger. Sogar renommierte Fußballvereine lassen aus wirtschaftlichen Gründen ihre modernen Stadien wie zum Beispiel die Allianz-Arena in München von privaten Dienstleistern aus einer Hand verwalten und bewirtschaften. Aber auch die öffentliche Hand hat erkannt, welche Einsparpotenziale hier liegen: Der Berliner Senat etwa hat das Management der landeseigenen Gebäude einem privaten Dienstleister übergeben und dadurch im Jahr 2004 rund zehn Millionen Euro an Gebäudekosten und Mietausgaben eingespart. Einer der Großen im Milliardengeschäft ist die Hochtief Facility Management GmbH. „Wir drehen an den Stellschrauben zur Renditeoptimierung und übernehmen vom Portfoliomanagement, über die Vermietung und Abrechnung bis zur einwandfreien Funktion und dem Werterhalt der Gebäude zentrale Aufgaben und schaffen unseren Kunden so Freiraum für ihr Kerngeschäft“, erklärt Unternehmenssprecher Markus Breithaupt. Die Planwerk Karlsruhe GmbH gehört zu den kleineren regional tätigen Dienstleistern. „Der Markt für FM differenziert sich immer weiter“, weiß Geschäftsführer Michael Hammann. Grundsätzlich gelte, dass große Firmen wie die Bahn AG oder Siemens auch von großen FM-Dienstleistern betreut werden. „Das ist auch ein Grund, warum wir nur noch partiell in diesem Bereich tätig sind.“ Zu den Kunden zählt beispielsweise die Stadtsparkasse Karlsruhe. Die Vorteile eines professionellen FM liegen auf der Hand: Die Kosten für Planung und Bau eines Gebäudes liegen bei gerade einmal 15 Prozent. Die übrigen 85 Prozent entfallen auf die Betriebskosten, die sich im Laufe von durchschnittlich 30 Jahren summieren. Hier liegt der Ansatzpunkt: FM betrachtet das Gebäude ganzheitlich und zwar im gesamten Lebenszyklus, von der Planung über Bau und Betrieb bis zum Abriss. Nicht kurzfristige Einsparungen stehen im Vordergrund, sondern ein Konzept für den dauerhaft günstigen Betrieb. Der Eigentümer des Gebäudes profitiert dabei von der Werterhaltung der Immobilie als auch von der höheren Nettorendite. Der Mieter hingegen kann sich über geringere Bewirtschaftungskosten freuen.
Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder. Alle Rechte verbleiben beim Autor. Eine Vervielfältigung, Verbreitung und Neuauflage auch Auszugsweise ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt. Zitate sind ausschließlich mit Herkunftsnachweis abzubilden.
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