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Idee: Fördermittel Kredite Venturekapital gemeinsam einwerben mit gegenseitiger Haftung 09.03.2007 13:14
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Hauptfrage: Wie bringt man Kapital und Intelligenz am stressfreiesten zu beiderseitigem Nutzen zusammen?
Wenn ich mir die Berichte hier durchlese und meine Erfahrungen und die von Freunden mit Banken summiere sowie die Artikel in den Medien zur Existenzgründung Revue passieren lasse komme ich zu dem Schluss, dass die Banken eher Klotz am Bein als hilfreich sind.
Wendet man sich an Venture Kapitalgeber ist man erstens erst ab einer bestimmten Kredithöhe interessant und findet sich teilweise mit überzogenen Forderungen, was Unternehmensbeteiligung bzw. Rückzahlung angeht konfrontiert.
Fördermittel/KFW Kredite werden wiederum oft erst ausgezahlt, wenn Kredit oder Eigenkapital vorhanden ist
Und um das Ganze rankt sich ein Wust aus Bürokratie, die einen vom Wesentlichen, dem Aufbau des Geschäfts, abhält.
Andererseits gibt es Leute, die bei höheren Gewinnaussichten auch ein höheres Risiko in Kauf nehmen.
Die wollen aber trotzdem nicht alles auf eine Karte setzen oder haben nicht genug Geld für eine Vollfinanzierung. Die Leute können, um ihr Risiko zu streuen in Venture Capital Fonds oder Private Equity Fonds investieren. Doch hier sind die Kosten (Ausgabeaufschläge, Managementvergütungen sowie Kosten die durch Dachfondsstrukturen entstehen) nicht unbeträchtlich (ich weiß konkret von einem Finanzdienstleistungsunternehmen, dass es allein für den Vermittler von Graumarktangeboten (Schiffsfonds, Windkraft etc aber auch Private Equity und Venture Kapital Fonds)10 bis 20% des vom Kunden eingezahlten Betrags als Provision gab!!)
Dann ist es durchaus üblich, dass 1-2% der Fondssumme jährlich für die Verwaltung eines Fonds rausgeht und dass es manchmal zusätzlich hohe Bonuszahlungen an das Management gibt, wenn in einem Zeitraum eine vorher bestimmte Rendite erwirtschaftet bzw. überschritten wird. Bei Dachfonds laufen die Kosten dann doppelt auf. (wer einen Venture Kapitalfond hat, möge die Zahlenangaben korrigieren, denn diese Infos habe ich von „normalen“ Fonds)
Als Lösung hätte ich folgende Idee:
Ein Zusammenschluss (Zirkel) von mehreren Gründern, die gemeinsam Geld von einem oder mehreren Kapitalgebern einwerben. Das Kapital wird nach Gewichtung gleichmäßig auf die Gründer verteilt. Um das Angebot für Investoren noch attraktiver zu machen, kann zudem eine gegenseitige Haftung der Gründer gegenüber den Kapitalgebern bis zu einem bestimmten Prozentsatz des Einlagekapitals vereinbart werden. Dies würde z.B. auch garantieren, dass jede im Zirkel angebotene Geschäftsidee auch die anderen Gründer überzeugt. Jedes Mitglied im Zirkel sollte ein Vetorecht gegen Neumitglieder haben. Neben dem Vorteil für den einzelnen Gründer, über diesen Weg leichter an Kapital zu kommen, wurde der eigene Businessplan von vielen Leuten unter die Lupe genommen ev. mit Verbesserungsvorschlägen versehen und für gut befunden.
Den Kapitalgebern kann so eine höchst chancenreiche, aber im Risiko begrenzte Anlage angeboten werden, deren geringe Anlagekosten* transparent sind.
*Z.B.: Notar, Rechtsanwalt, Vertragsgestaltungskosten
was haltet ihr davon? Würdet ihr bei einem solchen Zirkel mitmachen? Lesen hier Kapitalgeber mit, die sich für ein derartiges Angebot erwärmen könnten?
Ich bin gespannt auf Eure Antworten!
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Re:Idee: Fördermittel Kredite Venturekapital gemeinsam einwerben mit gegenseitiger Haftung 09.03.2007 14:50
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asdfg schrieb:
Als Lösung hätte ich folgende Idee:
Ein Zusammenschluss (Zirkel) von mehreren Gründern, die gemeinsam Geld von einem oder mehreren Kapitalgebern einwerben. Das Kapital wird nach Gewichtung gleichmäßig auf die Gründer verteilt. Um das Angebot für Investoren noch attraktiver zu machen, kann zudem eine gegenseitige Haftung der Gründer gegenüber den Kapitalgebern bis zu einem bestimmten Prozentsatz des Einlagekapitals vereinbart werden. Dies würde z.B. auch garantieren, dass jede im Zirkel angebotene Geschäftsidee auch die anderen Gründer überzeugt. Jedes Mitglied im Zirkel sollte ein Vetorecht gegen Neumitglieder haben. Neben dem Vorteil für den einzelnen Gründer, über diesen Weg leichter an Kapital zu kommen, wurde der eigene Businessplan von vielen Leuten unter die Lupe genommen ev. mit Verbesserungsvorschlägen versehen und für gut befunden.
Den Kapitalgebern kann so eine höchst chancenreiche, aber im Risiko begrenzte Anlage angeboten werden, deren geringe Anlagekosten* transparent sind.
*Z.B.: Notar, Rechtsanwalt, Vertragsgestaltungskosten
was haltet ihr davon? Würdet ihr bei einem solchen Zirkel mitmachen? Lesen hier Kapitalgeber mit, die sich für ein derartiges Angebot erwärmen könnten?
Ich bin gespannt auf Eure Antworten!
Hallo,
beim ersten lesen und überdenken ihrer möglichen Lösung des "Banken"-Problemes, stellen sich mir jedoch ein paar Fragen:
- Als Gründer der in den Zirkel will:
Hier hängt doch evtl. mein eigener Geschäftserfolg durch die Gesamthaftung , am Geschäftserfolg der anderen, dies bedeutet ein zusätzliches hohes und meiner Ansicht nicht kalkulierbares Risiko. Wenn ich fit in meiner Branche bin, z.B. Software, kann ich doch nicht abschätzen wie fit mein Zirkel-Geschäftspartner in seiner Branche z.B. Maschinenbau ist.
Durch die Mitsprache beim aufnehmen oder ablehnen von anderen Mitgliedern besteht ebenfalls ein Risiko, dass evtl. "gute" (hohe Erfolgschancen) Gründer nicht genommen werden (beim Veto eines Einzelnen) und "schlechte" (wenig Erfolgschancen) Gründer evtl. aufgenommen werden, da das Gremium kein Know-how in den entsprechenden Branchen/Geschäftsmodellen hat.
Das Vetorecht birgt auch die Gefahr das ich einen anderen Gründer, der evtl. in der selben Branche ist, deshalb ablehne weil ich evtl. keine "Konkurrenz" im Hause haben will.
- Seitens der Investoren/Kreditgebern:
Die Haftung der Einzelnen untereinander, überzeugt mich nicht in Bezug auf die "Gesamtsicherheit" des Zirkel-Unternehmens. Es könnte passieren das ein Totalausfall im Zirkel, die Insolvenz der anderen Zirkelmitgliedern heraufbeschwört.
Aus meiner Sicht ist das Zirkel-Konzept noch sehr verbesserungswürdig
Gruß
Tino Weissenrieder
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Re:Idee: Fördermittel Kredite Venturekapital gemeinsam einwerben mit gegenseitiger Haftung 09.03.2007 19:41
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Zu1)
- Als Gründer der in den Zirkel will:
Hier hängt doch evtl. mein eigener Geschäftserfolg durch die Gesamthaftung , am Geschäftserfolg der anderen, dies bedeutet ein zusätzliches hohes und meiner Ansicht nicht kalkulierbares Risiko. Wenn ich fit in meiner Branche bin, z.B. Software, kann ich doch nicht abschätzen wie fit mein Zirkel-Geschäftspartner in seiner Branche z.B. Maschinenbau ist.
Da die Bildung von Zirkeln sich frei gestalten soll und jeder sich gut überlegen wird, ob er mit jemandem aus einer Branche zusammentut von der er nichts versteht, wird sich dieses Problem von selbst lösen. Aus diesem Grund war von mir das Vetorecht so eng ausgelegt worden, wer 8 BP von anderen durchgearbeitet hat soll nicht gezwungen werden können für einen 9ten mitzuhaften oder aus dem Zirkel wieder austreten zu müssen.
Es werden sich so vermutlich überwiegend homogene Zirkel bilden, deren Teilnehmer mit ihren Geschäftideen nicht in Konkurrenz treten. Eine derartige Zusammensetzung ist auch für die Kapitalgeber interessanter. Keine Konkurrenz innerhalb des Zirkels dürfte die Ausfallsicherheit erhöhen und aufgrund des homogenen Aufbaus dürfte es den Kapitalgebern leichter fallen, die einzelnen Businesspläne zu beurteilen.
Die Wahl der Art und Weise der Gesamthaftung ist ja ebenfalls frei wählbar. Wenn diese z.B.: 20% des von den Kapitalgebern eingesetzten Geldes beträgt und 2 von 10 Gründern hopps gehen dann sollte das Risiko kalkulierbar sein. Rechenbeispiel:
Firma A hat 100.000 € erhalten
Firma B hat 40.000€ erhalten
Firma C hat 60.000€ erhalten
Die Haftung wird z.B: auf 20% des geliehenen Kapitals = 40.000€ festgesetzt
Firma C geht Pleite, dann haften A und B anteilig entsprechend ihrer Kredithöhe (wer mehr Nutzen hat, soll auch mehr Risiko tragen) A mit 28571€ und B mit 11428€ Der kapitalgeber muss 20000€ als Verlust hinnehmen.
Die Gesamthaftung wird aber sicher für die Kapitalgeber vertrauensbildend wirken. Außerdem könnte der Zirkel verhandeln: mehr Gesamthaftung für uns, weniger Rendite für Dich
Zu 2
Durch die Mitsprache beim aufnehmen oder ablehnen von anderen Mitgliedern besteht ebenfalls ein Risiko, dass evtl. "gute" (hohe Erfolgschancen) Gründer nicht genommen werden (beim Veto eines Einzelnen) und "schlechte" (wenig Erfolgschancen) Gründer evtl. aufgenommen werden, da das Gremium kein Know-how in den entsprechenden Branchen/Geschäftsmodellen hat.
Eher unwahrscheinlich, siehe Punkt 1
Zu3:
Das Vetorecht birgt auch die Gefahr das ich einen anderen Gründer, der evtl. in der selben Branche ist, deshalb ablehne weil ich evtl. keine "Konkurrenz" im Hause haben will.
Das wird sogar ganz sicher so sein, ist aber für die Gruppe positiv, siehe Punkt 1.
Dass das nicht schön für den abgelehnten Gründer ist, ist klar; dieser hat jedoch die Möglichkeit selbst einen Zirkel zu gründen oder sich einen anderen zu suchen
zu 4:
- Seitens der Investoren/Kreditgebern:
Die Haftung der Einzelnen untereinander, überzeugt mich nicht in Bezug auf die "Gesamtsicherheit" des Zirkel-Unternehmens. Es könnte passieren dass ein Totalausfall im Zirkel, die Insolvenz der anderen Zirkelmitgliedern heraufbeschwört.
Da die Kapitalgeber alle Zirkelmitglieder zu gleichen Anteilen versorgen dürfte es kaum im Interesse der Kapitalgeber sein bei einer Insolvenz die anderen Zirkelmitglieder ebenfalls baden gehen zu lassen…Sollten die Zirkelmitglieder den Totalausfall eines Mitgliedes nicht verkraften können, wird sich sicher eine Regelung finden. Wenn dies schon bei Insolvenz eines Zirkelmitglieds passiert war der Zirkel nicht gut aufgestellt (siehe auch Beispiel zu 1)
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Re:Idee: Fördermittel Kredite Venturekapital gemei 20.08.2007 20:52
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Hallo,
erst jetzt sehe ich den doch sehr interessanten Artikel eines Mitglieds zum Thema "Fördermittel Kredite Venturekapital gemeinsam einwerben".
Schade, dass sich ansonsten keine anderen Reaktionen zeigten; - sprich, der Autor hat doch ein Thema von sehr zentraler Bedeutung in unserer Gesellschaft angesprochen, zumindest macht dieser sich Gedanken, wie das Problem einer Kapitalbeschaffung für Jungunternehmen konzipiert sein könnte.
Den Darstellungen über die reale Situation am Fördermittel- (kfw usw.)
und Venturecapital-Markt kann ich voll zustimmen.
Es ist daher sehr zu begrüßen, daß es noch Leute gibt, die nach neuen Lösungsansätzen suchen.
Bei Einsatz eines geeigneten Rechtsinstrumentes (dieses Modul hat noch gefehlt) - etwa AG oder gar KGaA lassen sich die meisten besitz- und haftungsrechtlichen Fragen schon im Vorfeld lösen. In dieser Konstellation geht es nicht mehr um die Vergabe von Krediten, als vielmehr um ein privatanlegergerechtes Beteiligungssystem an wachstumsoriente Kleinunternehmen, die sich über Gesellschaftsanteile definieren.
Die Kapitalanlagegesellschaft könnte über eine außerbörsliche Aktienemission, im Wege des 'PRIVATE-PLACEMENTS' entsprechendes Beteiligungskapital generieren. -
Anstatt sog. homogene, lose schwebende, in Selbsthaftung stehende Zirkel einzurichten, (hier besteht zwangsläufig immer ein persönlicher Bezug zum Anwender bzw. Gründer)- würde ich die einzelnen geschäftlichen Vorhaben, direkt in eine eigene Kapitalgesellschaft z.B. GmbH mit anderen Interessenten involvieren.
Ein branchenübergreifender, demnach branchenfremder Zusammenschluß ist nicht zu empfehlen, - da, wie schon erwähnt wurde, der Investmentfokus auf möglichst eine jeweilige Branche ausgerichtet sein sollte.
Hierbei könnte ja für mehrere Branchen eine jeweilige eigenständige GmbH begründet werden. - Selbst bei einem branchengleichen Verbund wird keine Konkurrenz entstehen, da die Partner sich überregional struktuieren.
Die AG kann mehrheitlich so struktuiert werden, dass auch die Kontroll- und Verfügungsrechte bei den Kapitalanlegern liegen. - Die GmbH fungiert mehr oder weniger in geschäftsführender Funktion, kommt damit aber auch ihrer ureigensten Bestimmung nach.
Sehr interessant wäre dies für eine Franchise-Nehmer-Konstruktion, die sich in eine Art Partnerverbund innerhalb einer GmbH gesellschafts- rechtlich verbinden könnte, um gebündeltes Kapital für weitere Expansionen einzuwerben. - Meistens besteht ja schon eine erfolgreiche Geschäftsetablierung, in Form von bestehenden Betriebseinheiten (dient als Nachweis für weitere erfolgreiche Inbetriebnahmen) -dies käme einem erfolgreichen Businessplan gleich. Das schafft Vertrauen gegenüber den Anlegern.
Bisher haben sich Franchise-Geber nicht so sehr um die Finanzierung gekümmert, die Franchise-Konzeption setzt die Einbringung der Finanzierung über den Franchise-Nehmer voraus, egal woher.
Damit verzichten, meines Erachtens Franchise-Geber auf Wachstum, da seitens der Franchise-Nehmer-
Interessenten nur selten die notwendigen Finanzierungen oder Sicherheiten erbracht werden können.
Wenn aber eine Kapitalgesellschaft (GmbH) die bereits schon mehrere Betriebe betreibt, gebündeltes Kapital für weiteres Wachstum über eine Beteiligungszeichnung der emissionierenden AG akquirieren kann, profitieren die neuhinzutretenden Partner(Betreiber) mittels Zeichnung von GmbH-Anteilen, - welche etwa 10 % des Investments ausmachen sollten. Nartürlich kann die Investment AG auch in KG- oder KGaA-Strukturen investieren.
Selbstverständlich konnten hier nur einige Anhaltspunkte aufgezeigt werden um die Idee einer gemeinschaftlichen Kapitalgenerierung zu festigen; hierbei sind mir noch Varianten in vielfältiger Form bekannt.
Wenn zu diesem Thema weiters Interesse besteht, könnte es weiterhin diskutiert werden.
mit freundlichen Grüßen, pared
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Re:Idee: Fördermittel Kredite Venturekapital gemei 20.08.2007 20:53
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Hallo,
erst jetzt sehe ich den doch sehr interessanten Artikel eines Mitglieds zum Thema "Fördermittel Kredite Venturekapital gemeinsam einwerben".
Leider 2x kopiert worden!
mit freundlichen Grüßen, pared
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