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Leasing

Das Englische Wort „Leasing“ bedeutet nichts anderes als mieten bzw. vermieten. Beim Leasing bleibt der Leasinggeber Eigentümer des Leasingobjektes, das er dem Leasingnehmer zur Nutzung überlässt. Lesen Sie hier über die Vorteile, die Nachteile und verschiedene Formen des Leasings. 

Anmerkung: Dieser Artikel ist Teil einer Reihe Grundwissen zu Finanzierung, in der wir grundlegende Fragen zur Finanzierung Ihrer Existenzgründung beantworten.

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Prinzipiell unterscheidet man zwei Arten des Leasings:

  • Beim Vollamortisationsleasing wird das Investitionsgut durch die Leasingraten vollkommen abbezahlt, sodass nach Ablauf des Leasingvertrages kein Restwert mehr übrig bleibt.
  • Beim Teilamortisationsleasing bleibt nach Ablauf des Leasingvertrages ein Restwert übrig. Der Leasingnehmer kann dann das Investitionsgut entweder kaufen oder an den Leasinggeber zurückgeben.

Die Leasingraten sind bei Vollamortisationsverträgen in der Regel höher als bei einem Teilamortisationsvertrag.

Vorteile und Nachteile des Leasings

Das Leasing gewinnt in der Unternehmensfinanzierung immer mehr an Bedeutung.


Die folgenden Absätze stellen die Vorteile des Leasings den Nachteilen gegenüber:

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Vorteile des Leasings

  • Die Liquidität des Unternehmens wird geschont. Sie können das Investitionsgut bereits ab der ersten Leasingrate voll nutzen und müssen nicht den vollen Kaufpreis sofort aufbringen.
  • „Pay as you earn“-Effekt: Leasingraten können mit den Einnahmen beglichen werden, die durch die Nutzung des Leasing-Objektes erwirtschaftet werden.
  • Leasingraten sind als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar und mindern somit den zu versteuernden Gewinn.
  • Leasing ist bilanzneutral und wirkt sich nicht – wie die Aufnahme eines Kredites - negativ auf die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens aus.
  • Das Leasing-Objekt kann nach Ablauf des Leasingvertrages an den Leasinggeber zurückgegeben werden. Somit müssen Sie sich nicht um eine Entsorgung oder einen Weiterverkauf des Objektes kümmern.

Nachteile des Leasings

  • Leasing ist im Normalfall „teurer“ als eine alternative Finanzierungsform.
  • Der Leasingnehmer erwirbt kein Eigentum an dem Leasingobjekt.
  • Die Leasingraten müssen bis zum Ende der Vertragslaufzeit getätigt werden, egal ob das Leasingobjekt genutzt wird oder nicht.

Worauf Sie beim Abschluss eines Leasingvertrages achten müssen

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Trotz vielen unbestrittenen Vorteilen des Leasings kann es für Leasingnehmer unter Umständen eine sehr teure Form der Finanzierung werden. Wer möglichen Fallen entgehen will, sollte vor der Unterschrift unter einen Leasingvertrag Rücksprache mit einem Berater halten. Auf folgende Punkte sollten Sie besonders achten:

  • Prüfen Sie alle Vertragsbedingungen wie z.B. die Konditionen zur vorzeitigen Kündbarkeit.
  • Bestehen Sie darauf, dass der Leasing-Gegenstand möglichst präzise beschrieben wird.
  • Achten Sie vor allem darauf, welche Bestimmungen zum Verbleib des Leasingobjektes bei Vertragsende gelten (evtl. Kaufoption, Mietzeitverlängerung, Beteiligung am Erlös bei Verkauf des Leasinggegenstandes an Dritte). Um die Leasingraten möglichst niedrig zu halten, rechnen Leasing-Gesellschaften oft nicht den gesamten Anschaffungspreis in die Raten hinein, sondern reduzieren ihn um den Wert, den das Leasingobjekt nach Ablauf der Grundmietzeit voraussichtlich noch haben wird. Oft übersteigt nach Ablauf des Vertrages dieser kalkulierte Restwert beträchtlich den tatsächlichen Wert des Leasingobjektes. Von daher empfiehlt sich die eingehende Prüfung, ob der im Vertrag kalkulierte Betrag auch wirklich plausibel ist.
  • Erfragen Sie, woraus sich die Leasingraten zusammensetzen und welche finanziellen Auswirkungen – je nach Fälligkeitszeitpunkt und Verlauf (linear oder degressiv) – zu erwarten sind.

 

Dieser Artikel gibt rein die Meinung seines Autors wieder. existXchange.de hat den Inhalt dieses Artikels nicht überprüft und haftet somit nicht für dessen Inhalt.