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60 Prozent der Menschen in Deutschland sind online. Sie sind Kunden mit Macht, Kommunikationsprofis oder Wissensmanager. Das Web 2.0 bietet Chancen. inside B berichtet von Menschen, die sie ergreifen.

 

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Dieser Artikel wird Ihnen zur Verfügung gestellt von unserem Content Partner insideB, einem Wirtschaftsmagazin für die Region Baden der Reiff Verlag KG.

www.inside-b.de

Beschreibung stammt vom Autor; existXchange.de haftet nicht für die Richtigkeit oder den Inhalt.

Laptops sind ein Fenster in die Welt und ein Werkzeug zum Denken.“ So lautet die Begründung von Nicholas Negroponte für sein Projekt „One Laptop per Child“. Der Gründer und langjährige Direktor des Media Lab des Massachusetts Institute of Technology sorgt noch in diesem Jahr dafür, dass die ersten Kinder-Computer im Wert von 175  Dollar in Brasilien, Argentinien, Thailand, Pakistan, Libyen, Nigeria und Ruanda zu ihren Nutzern gelangen, denn „Wir wollen jedem Kind der Welt Zugang zu Wissen und modernen Bildungsmöglichkeiten bieten“. Das ist das „Morgen“. 16,9 Prozent der Weltbevölkerung sind derzeit online. In Deutschland sind nach einer vor kurzem eröffentlichten Bitkom-Studie (Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V.) 60 Prozent der Einwohner im Netz. Und weltweit wächst die Zahl der Internet-Nutzer rasant. Ende 2010 sollen es 1,5 Milliarden Menschen sein, die sich im Internet bewegen. Das ist das „Heute“.

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Die Internet-Welt beginnt ihr Wissen langsam zu managen

Zwischen „Heute“ und „Morgen“ liegen Chancen. Bereitgehalten werden sie im Web 2.0. Zum Greifen nahe war die Chance schon für Ewald Landschädel und Sonja Maier aus Holzheim bei Ulm. Landschädel träumte seit Jahren davon, einen Jumbojet in ein Restaurant umzuwandeln. Er und Sonja Maier holten Angebote für den Umbau des Flugzeuges ein und schrieben einen Business-Plan. Ein ausrangierter, zum Verkauf stehender Jumbo war auch schon ausgemacht. Was fehlte, war Geld. Ein Besuch auf dem Existenzgründerportal ExistXchange brachte Landschädel, Maier und einen Risikokapitalgeber zusammen. Die Sache mit dem Jumbo ist also ins Rollen gebracht. Auch das ist Web 2.0: Ein enorm innovativer Kommunikationsraum. Ob Weblogs, Portale, Wikis, Communitys oder via RSS Feeds publizierte Nachrichtendienste in standardisierten Datenformaten: Die Internet-Welt beginnt ihr Wissen langsamzu managen. Der passive Konsument des „alten“ Internet hat sich von der Couch-Kartoffel zum aktiven Medienproduzenten gewandelt. ExistXchange ist Partner von inside B. Das Existenzgründerportal arbeitet mit der Redaktion beim Austausch gründerrelevanter Beiträge zusammen. Hinter ExistXchange stehen Tino Weissenrieder, Helmut Meisel und Hans-Georg Gruber. Weissenrieder lernte seine Portal-Mitstreiter während des Studiums an der FH Offenburg kennen. Heute ist er Senior Financial Consultant im Bereich Private Finance der MLP AG in Freiburg. Hans-Georg Gruber ist Geschäftsführer eines Venture Capital finanzierten Start-ups. Meisel hat an der Aberdeen University in Schottland in der Anwendung von Künstlicher Intelligenz für das Wissensmanagement promoviert.  

Das Besondere für die Nutzer eines Web-2.0-Portals wie ExistXchange sieht er vor allem in der Einbeziehung unterschiedlichster Menschen

Zur Zeit arbeitet er an einem Fachbuch zum Semantischen Web, das dem Web 2.0 folgen soll. Und er ist es auch, der das Web 2.0 in ein einziges Wort packt: „Kommunikation“. Das Besondere für die Nutzer eines Web-2.0-Portals wie ExistXchange sieht er vor allem in der Einbeziehung unterschiedlichster Menschen, die eine Vielzahl an Ansichten, Ideen und Meinungen generieren: „Existenzgründer können so in unserem Forum Geschäftsideen testen und entwickeln.“ Natürlich kommen laut Meisel die meisten Antworten auf Anzeigen in der Rubrik „Kapital sucht Idee“. Aber was selbst ihn überrascht hat: Anzeigen der Rubrik „Idee sucht Kapital“ erhalten die zweitmeisten Anfragen. „Wir wollen Gründern ein starkes Netzwerk bieten, in dem sie sowohl Kooperationspartner, andere gründungswillige Menschen, Berater, lokale Netzwerke und Kapital finden“, so Meisel, der seit der Gründung des Portals vor sechs Monaten mittlerweile immerhin schon 40.000 Zugriffe im Monat verbucht. Mit ganz anderen Zahlen wartet da schon die Videoplattform Sevenload auf. 87.000  Mitglieder sind registriert, 2006 wurde sie „Website des Jahres“, drei Millionen Videominuten serviert das Portal am Tag. Und für einen hohen einstelligen Millionenbetrag ist vor kurzem Burda Digital Ventures mit einer 20-Prozent-Beteiligung bei Sevenload eingestiegen. Wie damit Geld verdient werden soll, wenn Urheberrechte für Filmsequenzen einfach vom Tisch ge- und die Grenzen zwischen Konsument, Produzent und Nachahmer verwischt werden? Für Heiko Hebig kein Problem: „Ebenso wie in den Printmedien. Indem aber viel zielgenauer und dynamischer Werbung eingeblendet wird.“ Hebig gehört zum „Stab Hubert Burda“ und als Technologiescout ist er auf „Konzernebene zuständig für alles Digitale“. Gemeinsam mit Gerhard Thomas, Geschäftsführer von Burda Digital in Offenburg, begrüßte er kürzlich knapp 200 Gäste in der alten Burda-Druckerei zur ersten „flashfactory“. Eine Veranstaltungsreihe, bei der Geschäftsmodelle im Internet – wie eben Sevenload – vom Burda-Kunden bis zum Agentur-Inhaber aus Freiburg, vom Finanzvorstand der Firma Koehler bis zu den eigenen Burda-Verlagsmitarbeitern vorgestellt und erklärt werden sollen. Zurück aus der Welt-Sicht des Internet in die Provinz. Und auch dort ist das Web 2.0  angekommen. Schiltach im Schwarzwald ist das „InternetDorf 2007“. Im März prämierte der baden-württembergische Minister für Ernährung und ländlichen Raum, Peter Hauk, die Schwarzwald-Gemeinde für ihren Internet-Auftritt.

Schiltach hat sich die Meriten des „InternetDorf 2007“ erworben

Ja, es wird viel Bohai gemacht um das Web 2.0. Vielleicht haben all jene Recht, die vor einem zweiten Hype, einer weiteren Blase, warnen. Aber ganz gleich, ob das Portal „My Space“ und seine 110 Millionen Nutzer, die öffentlich Tagebuch schreiben, mit sechs Milliarden Dollar bewertet wird oder nicht: Das Internet verändert. Das Leben. Das Business. Und auch die Menschen. Weil es sich beginnt, am sozialen Leben der Nutzer auszurichten, übers Intranet in ihre Arbeitswelt schlüpft und via Blogs oder Foren ihren Umgang mit Information und Wissen verändert. Und das Internet verändert sich selbst. Weil sich die Kommunikation der Nutzer mehr und mehr vernetzt, statten sich diese als Konsumenten selbst mit einer nie vorher dagewesenen Macht aus – sogar mit einer Überlegenheit bezüglich des Produktwissens, die dem Produkthersteller wirklich weh tun kann. Mangelhafte Qualität und Service – ganz gleich ob bei einem Handy, einem Auto oder vielleicht bei einem Reiseanbieter – werden von Bloggern ohne Pardon entlarvt. So meint auch Helmut Meisel: „Userbasierte Inhalte bedingen fast zwangsläufig, dass das eigene Produkt bewertet wird oder auf speziellen Seiten sogar Erfahrungen darüber veröffentlicht werden. Genau wie ein Verleger seine Publikationen bei Amazon.com im Auge haben sollte, sollte z.B. ein Hotelbesitzer im Schwarzwald beobachten, wie sein Hotel auf www.holidaycheck.de bewertet wird oder – noch besser – zufriedene Kunden dazu bringen, eine Empfehlung zu schreiben.“ Also: Die Chancen besser heute als morgen nutzen.

 


Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder. Alle Rechte verbleiben beim Autor. Eine Vervielfältigung, Verbreitung und Neuauflage auch Auszugsweise ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt. Zitate sind ausschließlich mit Herkunftsnachweis abzubilden.
 

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder. Alle Rechte verbleiben beim Autor. Eine Vervielfältigung, Verbreitung und Neuauflage auch auszugsweise ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt. Zitate sind ausschließlich mit Herkunftsnachweis abzubilden. Der Autor alleine ist für den Inhalt des Artikels (und ggf. die Beschreibung des Autors) verantwortlich. Ebenso haftet existXchange.de nicht für Inhalte von Seiten auf die in diesem Artikel verlinkt wurde.

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