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Messen als Mittel der Kommunikation und Selbstdarstellung. Die CeBIT und die SYSTEMS – das sind “meine” Messen. Zeitlich beide sehr gut gelegen, familiär bereits vorbelastet (Vater im Vorstand der Deutschen Messe AG) und jedes Mal begeistert.
 Mein diesjähriger Eindruck der SYSTEMS: Kompakt, klein, aber hochinformativ. Sie macht sich, die Messe in München und wer sucht, der findet. Meistens. Kein Verglich zur CeBIT, sicher, dennoch ist die SYSTEMS gleichzeitig nicht so überladen und kommerziell. Es gibt keine “digital living”-Halle, in der die Online-Game-Europameisterschaften ausgtragen werden oder Rennwagensimulationsspiele herumstehen.
 Doch was ist der eigentilche Vorteil eines Messebesuchs?
Meiner Meinung nach kann man sich dort sehr leicht ins Gedächtnis potentieller Neukunden und Geschäftspartner rufen. Durch die einmalige Atmosphäre wird man nicht vergessen (man erinnert sich auf der nächsten Messe an die letzte als sei sie erst gestern gewesen) und man hat oftmals die unkomplizierte Möglichkeit, sich mit seinen Geschäftspartnern auszutauschen.
Die Kritiker erwägen oftmals Faktoren wie: “Aber haben Sie denn je einen Auftrag von der Messe mit nach Hause genommen?” oder “Sie glauben doch nicht wirlich, man erinnert sich noch an Sie, wenn die Messe vorbei ist” – ich kann hier nur erwidern: “Ja” und “Doch”. Die besten Geschäfte macht man bekanntlich nach Feierabend – und nichts bietet sich besser an, als im gemütlichen Rahmen einer Lounge oder einer abendlichen Standparty ins Gespräch zu kommen und die Visitenkarten zu tauschen. Denn hier unterhält man sich nicht mehr mit “Laufkundschaft”, sondern mit den wirklich interessanten Personen. Wenn man diese Möglichkeit nicht nutzen kann oder möchte (es sollte für einen Selbstständigen von eigenem Interesse sein, in solch einem Fall nicht um 17 Uhr “Feierabend” zu machen), dann bleibt stets der Anruf nach der Messe. Und die Tore zum Kunden werden wesentlich schneller geöffnet, wenn Sie einen gemeinsamen Gesprächspunkt finden.
Messen sind und bleiben die großen Netzwerk-Veranstaltungen. Wer daran nicht teilnehmen kann sollte sich solche Veranstaltungen im kleineren Rahmen suchen – das Online-Netzwerk openBC bietet u.a. in den größeren Städten eigene Gruppentreffen an.
Und die Vorurteile? Viele meiner Bekannten geben durchaus gerne Kommentare ab wie “Das war ja klar, dass du den Auftrag bekommst, du kennst den Mann ja!” oder auch während des Studiums: “Wieso hast du eine so tolle Praktikumsstelle, ein Diplomarbeitsthema, einen Seminarvortrag…? – Ach so, du kennst ja die Leute, dann ist das ja einfach!”. Was vielen Leuten hier oftmals nicht bewusst wird: In der Kontaktpflege steckt unheimlich viel Arbeit. Man muss mit Kontinuität dabei bleiben und darf die Kontaktpflege nicht schleifen lassen (es dauert durchaus Jahre (!), mit 2 Besuchen ist noch nichts gewonnen). Und vor allem: es muss einem Spaß machen, denn sehr oft finden solche Veranstaltungen abends statt, am Wochenende oder allgemein in der Freizeit. Und das ist wohl der größte Nachteil für viele Personen. “Zu anstrengend”.
Nun ja. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Mein Fazit: Ich freue mich jetzt schon auf die CeBIT
Und im November finden wieder das openBC-Stuttgart-Treffen und der AK Gründerinnen Region Stuttgart statt. Man muss eben klein anfangen.
Angela
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