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Sie haben Ihr Handy verloren, all Ihre persönlichen Daten sind weg und Sie sind unerreichbar? „Wie unentbehrlich das Handy im Alltag geworden ist, spürt man besonders dann, wenn es verloren geht oder gestohlen wird“, sagt RenĂ© Schuster, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. Noch kann es zu hohen Telefonkosten kommen, wenn Diebe oder Finder damit telefonieren. BITKOM gibt Tipps, damit der Verlust des Handys nicht unnötig teuer wird.
Wenn die Klingeltöne des Telefons ausgeschaltet sind, kann Bluetooth bei der Suche nach dem Handy weiterhelfen. Mit einem Computer, der ebenfalls über diese Funkverbindungstechnik verfügt, durchsucht man die Umgebung nach weiteren Bluetooth Geräten. Voraussetzung ist allerdings, dass beim Handy Bluetooth aktiviert ist.
Mit dem Sperren der SIM-Karte kann verhindert werden, dass Unbefugte über den Handy-Anschluss telefonieren können. Für die schnelle und einfache Sperrung haben die Mobilfunkanbieter Service-Rufnummern eingerichtet. Diese Nummern sind auf den Internetseiten der Anbieter zu finden, stehen aber ebenso in den Vertragsunterlagen. Bei dem Sperr-Telefonat kann zugleich eine neue SIM-Karte bestellt werden. Alternativ ist eine Sperrung auch über das Online-Kundenportal möglich. Zum Sperren der SIM-Karte benötigen Sie: Rufnummer, SIM-Kartennummer, Kundennummer oder Kundenkennwort. Diese Daten sollten in den Vertragsunterlagen zu finden und immer griffbereit sein.
Zu den Informationen, die man am besten direkt nach dem Kauf notiert, zählt auch die „International Mobile Equipment Identity“ (IMEI). Mit dieser Seriennummer kann das Telefon einwandfrei identifiziert und dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden – zum Beispiel, wenn das Handy im Fundbüro abgegeben wird oder im Zuge von Polizeiermittlungen auftaucht. Diese 15-stellige Seriennummer ist auf dem Typenschild des Handys zu finden, meist unter dem Akku. Einfacher ist es, die Tastenkombination „Stern-Raute-Null-Sechs-Raute“(*#06#) einzutippen. Dann erscheint die IMEI im Display des Mobiltelefons.
Die Hausratversicherung zahlt in speziellen Fällen, etwa wenn das Telefon bei einem Einbruch in den eigenen vier Wänden gestohlen wurde oder wenn das Handy mitsamt Wohnung einem Brand zum Opfer fiel. Die Hausratversicherung springt ebenfalls bei Raubüberfällen ein, wenn also die Herausgabe des Handys mit Gewalt erzwungen wird. Der Überfall muss der Polizei gemeldet werden. In der Mehrzahl der Fälle – zum Beispiel wenn Leichtsinn im Spiel war – springt die Hausratversicherung allerdings nicht ein.
Der Verlust eines Prepaid-Handys sollte kein Anlass sein, den Anbieter zu wechseln. Durch den Verlust der SIM-Karte bleiben sowohl die Handynummer als auch das Guthaben der Prepaid-Karte bestehen. Diese Informationen sind nicht auf der SIM-Karte selbst, sondern beim Mobilfunkanbieter gespeichert.
Die mit einem Kleincomputer vergleichbaren modernen Mobiltelefone, so genannte Smartphones, haben gegenüber herkömmlichen Handys einen entscheidenden Vorteil: Wenn sie abhanden kommen, kann man selbst aus der Ferne auf sie zugreifen und so beispielsweise die gespeicherten Daten löschen. Teilweise können die Programme am Smartphone auch beim Wiederfinden des Smartphones helfen. Allerdings muss das Gerät für die Lokalisierung über einen GPS-Empfänger verfügen.
Die automatische Tastensperre mit Geheimnummernfunktion ist für den Eigentümer des Mobiltelefons ein zusätzlicher und sehr zweckmäßiger Schutz vor Missbrauch durch Unbefugte. Diese Funktion sorgt dafür, dass sich das Handy nach kurzer Ruhephase selbst sperrt und erst nach Eingabe einer Geheimnummer wieder genutzt werden kann. Aktiviert werden kann die automatische Tastensperre in der Regel über das Menü im Punkt Sicherheitseinstellung. Viele Geräte bieten zudem eine Funktion, die das Telefon verriegelt, wenn es ausgeschaltet oder eine fremde SIM-Karte eingelegt wurde.
Um es erst gar nicht zu einem erheblichen Datenverlust kommen zu lassen: Sorgen Sie vor! Die persönlichen Daten können mit einer speziellen Software am PC gesichert werden. Mittlerweile sind aber sogar einige Online-Dienste auf dem Markt. Bei ihnen speichert man die Sicherheitskopie der Daten nicht auf dem Computer, sondern in einer Internet-Datenbank.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.bitkom.org




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