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Der Begriff „Notebook” hat bereits Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch gehalten, doch was sind Netbooks? Ein unbedeutender Trend aus der IT-Szene oder eine Innovation, die man sich merken sollte? Woher der Begriff stammt und wie die Markt- Aussichten für die Mini-Notebooks sind, erfahren Sie hier.
Auf den ersten Blick erscheint ein Netbook – ein geschrumpftes Laptop mit spartanischer Leistung – angesichts der immer leistungsstärkeren Smartphones als überflüssiges Konzept. Doch bereits in 2008 brachten es die Netbooks auf einen weltweiten PC Marktanteil von 3% und die Tendenz ist weiterhin steigend. Es scheint, als würden die Mini-Notebooks einen Nerv in unserem Kommunikationszeitalter treffen.
Das Konzept ist simpel: Klein, kleine Leistung und kleiner Preis. Netbooks sind nicht dazu gedacht 3D Spiele auf Ihnen laufen zu lassen oder andere leistungsintensive Anwendungen. Ihre Leistung beschränkt sich auf die Internetkommunikation, Medienwiedergabe und zu Erstellung von Office-Dokumenten. Zur üblichen Hardwareausstattung gehört ein integriertes WLAN Modem, ein USB Anschluss und bei den guten Modellen auch Bluetooth.
Netbooks sind in ihrem gesamten Aufbau sehr minimalistisch. Dies reicht von den kleinen Abmessungen, über den optimierten Stromverbrauch, bis zu dem verwendeten Betriebssystem. Da die Lizenz für Windows teuer ist, weichen immer mehr Anbieter auf Linuxsysteme aus. Momentan liegt der Marktanteil von Windows bei 70% und der Trend neigt zu noch mehr Linxsystemen.
Bereits Mitte der 90er Jahre ist der Begriff Netbook entstanden. Der Trend aus Asien konnte sich jedoch bei uns nicht durchsetzen und verschwand vorübergehend in der Versenkung. Einige Jahre später entdeckte Intel das Konzept wieder. Jedoch nicht als neuen Verkaufsschlager des mobilen Internets, sondern zunächst als kostengünstiges Gerät für Schüler in sogenannten Schwellenländern. Ende 2007 warf dann Asus ein ähnliches Gerät auf den westlichen Markt.
Einen erheblichen Anstoß erfuhr der Absatz von Netbooks durch den vermehrten Verkauf in Verbindung mit einer Vertragsbindung durch einen Mobilfunkanbieter. Ähnlich wie bei Handys werden subventionierte Geräte, mit integriertem Mobilfunkmodem und entsprechender Sim-Karte, preiswert angeboten.
Der Erfolg gibt den Netbooks ohne Frage recht, denn sie scheinen dem weiteren Drang der Konsumenten nach ständiger Mobilität zu entsprechen. Bis zum Jahr 2011 wird ein Markt von über 50 Millionen Geräten erwartet. Für die Smartphone Anbieter erscheinen die Netbooks nicht als direkte Konkurrenz. Notebook Anbieter klagen jedoch schon über einen spürbaren Preisdruck durch die Netbooks, wobei auch in diesem Sektor von einem konstanten Wachstum ausgegangen wird. Der Erfolg der Netbooks scheint also vorprogrammiert, zumal die Entwicklung gerade erst beginnt und die großen Hersteller gezögert haben, bis sie sich auf die Entwicklung von Netbooks einlassen.
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