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Nach wochenlangem Hin und Her hat sich eine hochkarätig besetzte Ministerrunde unter Leitung der Bundeskanzlerin zu einem Entschluss durchgerungen, der 2 Millionen Bürgern die Auszahlung der Umweltprämie bis zum Ende des Jahres 2009 garantiert. Das Budget für die Umweltprämie wurde somit von ursprünglich 1,5 Milliarden auf 5 Milliarden Euro aufgestockt. Was nun zu bedenken ist, erfahren Sie hier.
Viele Bürger beklagten zunächst den möglichen, sogenannten Windhundeffekt, welcher eintritt wenn Bürger ihr Auto bereits verschrotten ließen, die Auszahlung aufgrund eines ausgeschöpften Budgets jedoch nicht ausgezahlt bekommen. Dieser Effekt kann bei der nun verabschiedeten Regelung weiterhin eintreten. Sollte nämlich das Kontingent von nun 5 Milliarden Euro bereits vor Ende des Jahres aufgebraucht sein, werden keine weiteren Umweltprämien ausgezahlt. Somit besteht die Möglichkeit, dass Bürger ihr Auto verschrotten lassen, den Antrag stellen und der Topf bereits leer ist. Momentan wurden bereits 1,2 Millionen Anträge gestellt. Wer also ganz sicher mit der Umweltprämie rechnen möchte, sollte so bald wie möglich abwracken lassen.
Die Bafa gibt an circa fünf bis sechstausend Anträge pro Tag bearbeiten zu können. Es wird also Monate dauern bis die letzten Prämien ausgezahlt werden. Bis zu den Mitarbeitern des Bundesamtes hat wohl niemand mit einer derartigen Dynamik gerechnet. Besonders die zunächst mit Problemen behaftete Antragsstellung via Internet hat den Hahn zu einer neuen Flut an Anträgen aufgedreht.
Eine Frage bleibt auch nach der herbeigesehnten Entscheidung seitens der Regierung: Würde es eine Ausweitung der Prämie auch in einem Jahr ohne Wahlen geben?
Der blaublütige Wirtschaftsminister höchstpersönlich gab in der ARD zu Protokoll, dass die Auswirkung der Umweltprämie für deutsche Unternehmen kritisch betrachtet werden müsse. Aufgrund der Klasse von nachgefragten Pkws profitiert der Standort Deutschland nämlich eher wenig. Unverständlich bleibt auch, dass eine konjunkturelle Spritze für einen einzelnen Wirtschaftszweig auch noch derart aufgeblasen wird und der Mittelstand weiterhin um Unterstützung betteln muss.
Die heute getroffene Entscheidung der Kanzlerin und ihrer wichtigsten Minister im Bereich der Wirtschaft hinterlässt definitiv einen bitteren Beigeschmack zurück. Bitte, da auch in Krisenzeiten Wählerstimmen relevante Themen mit Samthandschuhen angefasst werden. Dies ist mit Blick auf den möglichen Zulauf für extreme Parteien in Zeiten ohne Volkspartei in der Opposition vielleicht das kleinere Übel.
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sehr aktueller & guter beitrag….
bedenkt die bundesregierung langzeitfolgen? und ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das licht angeht…
die Langzeitfolgen für den Markt, insbesondere den Gebrauchtwagenmarkt stehen in den Sternen. Von einem Einbruch in den Verkaufszahlen für Kleinwagen ist nach dem Ende der Prämienauszahlung aber zu rechnen.