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Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit

Allein die Arbeitslosigkeit oder der drohende Verlust des Arbeitsplatzes sind keine ausreichenden Motive für eine Erfolg versprechende Existenzgründung. Die Idee und der Antrieb, in die Selbständigkeit zu gehen, sollten schon früher entstanden sein. Als künftiger Existenzgründer sollten Sie schon an Ihrem alten Arbeitsplatz kreativ und eigenverantwortlich gearbeitet haben.

Existengründerartikel

Über den Autor

Winfried Braun, Jahrgang 1965, ist Inhaber eines unabhängigen Beratungsunternehmens mit den Interessenschwerpunkten Marketing und Vertrieb, Finanzierung, Organisation und Risikoabsicherung. Seit 1994 berät und begleitet Betriebswirt IHK Winfried Braun Existenzgründer in ihrer Start- und Wachstumsphase. Vor seiner eigenen Selbstständigkeit war er bei der Industrie- und Handelskammer IHK Würzburg-Schweinfurt, dem Technologie- und Gründerzentrum TGZ Würzburg und dem Gründerservicenetz GSN Main-Spessart als angestellter Unternehmensberater und Dozent beschäftigt. Als Berater, Trainer und Coach sowie als fachkundige Stelle für die Tragfähigkeitsüberprüfung von Existenzgründungen ist er u.a. von den Kammern (IHK, HWK), dem Institut für Freie Berufe, BMWi und der Agentur für Arbeit zugelassen.

http://www.winfried-braun.de/, Email: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , Nickname: Winfried_Braun

Beschreibung stammt vom Autor; existXchange.de haftet nicht für die Richtigkeit oder den Inhalt.

Das A und O - Ihre Unternehmerpersönlichkeit

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Die Kriterien für Unternehmensgründer sind Eigeninitiative, Entscheidungsfreudigkeit und Durchhaltevermögen, Kreativität, Lernfähigkeit sowie der Spaß an eigenen Ideen und die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Der Gründer sollte bereits Berufserfahrung gesammelt haben, Mitarbeiter führen können und Branchenkenntnisse mitbringen. Ihre Grundeinstellung sollte sein: „Ich habe den Ehrgeiz, besser als die anderen zu werden.“

Nicht gründen müssen, sondern gründen wollen

Gründen Sie nicht aus der Not heraus ein Unternehmen. Prüfen Sie zuerst, ob Ihre persönlichen Voraussetzungen stimmen und ob die Gründungsidee tragfähig ist. Denn nicht jeder, der ein eigenes Unternehmen gründen will, ist dafür geeignet. Und nicht jeder  Versuch, eine selbständige Existenz aus der Arbeitslosigkeit zu gründen, ist erfolgreich.

Problem „Eigenkapital“

Um von Banken oder Sparkassen ein Gründungsdarlehen zu bekommen, müssen Sie in der Regel einen Eigenkapitalanteil von rund 15 % der beabsichtigten Investitionssumme vorweisen. Kreditinstitute sind jedoch bei Verhandlungen oft sehr zurückhaltend. Die Bundesanstalt für Arbeit gewährt den „Gründungszuschuss“ für ALG-I-Empfänger, die für ALG-II-Empfänger zuständigen Träger der Grundsicherung vor Ort (Agentur für Arbeit, Kommune, ARGE) gewähren „Einstiegsgeld“.

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Freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige

Unternehmerinnen und Unternehmer haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, in eine freiwillige Arbeitslosenversicherung einzuzahlen. Um sich freiwillig in der Arbeitslosenversicherung weiterversichern zu können, müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Versicherungspflichtverhältnis
    Selbständige müssen vor Aufnahme ihrer Tätigkeit innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 12 Monate in einem  Versicherungspflichtverhältnis nach dem SGB III, z.B. einem  Beschäftigungsverhältnis, gestanden haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein durchgehendes versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis handelt oder ob einzelne Beschäftigungen zusammengerechnet werden.
  • Bezug von Entgeltersatzleistungen
    Kann diese versicherungspflichtige Zeit nicht oder nicht ausreichend nachgewiesen werden, wird auch der Bezug einer Entgeltersatzleistung (nach SGB III oder einer Vorgängerregelung des SGB III) wie z.B. Arbeitslosengeld als Voraussetzung akzeptiert. Die Dauer des Bezugs spielt dabei keine Rolle.
  • Kein anderweitiges Versicherungspflichtverhältnis
    Die freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung kann nicht begründet werden, wenn bereits anderweitig Versicherungspflicht (z.B. Kindererziehungszeiten, Wehrpflicht) besteht.
  • Antragstellung
    Der Antrag auf freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung wird bei der Arbeitsagentur am Wohnort gestellt. Sie müssen beispielsweise anhand einer Gewerbeanmeldung oder einer Bescheinigung des Steuerberaters nachweisen, dass Sie eine selbständige Tätigkeit ausüben, die mindestens 15 Stunden wöchentlich beansprucht. Der Antrag kann nur innerhalb des ersten Monats der Selbständigkeit gestellt werden.
  • Restansprüche geltend machen?
    Selbständige, die vor ihrer Selbständigkeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und bereits Arbeitslosengeld bezogen haben, haben einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld (§ 147 SGB III), wenn seit der erstmaligen Entstehung dieses Anspruchs noch keine vier Jahre vergangen sind. Dieser Restanspruch und der neu erworbene Anspruch durch die freiwillige Weiterversicherung werden zu einem Gesamthöchstanspruch zusammengerechnet.

Beratung

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Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit Bedrohte sollten sich von Beratern der örtlichen Arbeitsämtern, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Technologie- und Gründerzentren, Gründungsinitiativen sowie Beratungsunternehmen informieren und beraten lassen. Je besser Sie sich vorbereiten, je qualifizierter Sie sich beraten lassen und geschult werden, desto geringer ist das Risiko, mit Ihrer der Gründung zu scheitern.

Viel Erfolg bei Ihrer Selbständigkeit wünscht
Ihr Winfried Braun

 

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder. Alle Rechte verbleiben beim Autor. Eine Vervielfältigung, Verbreitung und Neuauflage auch Auszugsweise ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt. Zitate sind ausschließlich mit Herkunftsnachweis abzubilden.

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